Kundgebung „Gegen die Transitschneise, gegen die Waldviertel-Autobahn“

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Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 11.12.2019 09:00 Uhr

WALDVIERTEL. Die überparteiliche Plattform für ein „Lebenswertes Waldviertel“ veranstaltet am Donnerstag, dem 12. Dezember 2019 von 10.30 bis 12 Uhr eine Kundgebung am Landhausplatz in St. Pölten, um bei der letzten Landtagssitzung dieses Jahres auf die Nachteile und Gefahren einer Waldviertel-Transitautobahn aufmerksam zu machen. 

Gleichzeitig ist diese Kundgebung jedoch auch eine Befürwortung des Ausbaus der Franz-Josefs-Bahn, ein Ja zur Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs und ein Bekenntnis zur Bewahrung einer wunderschönen, naturnahen Kulturlandschaft, wie es sie heutzutage nur noch allzuselten gibt.

Die Plattform „Lebenswertes W4“-Gruppe kritisiert die Haltung der niederösterreichischen Landesregierung, die sich mittlerweile mehrfach lautstark zu dem Projekt einer Waldviertelautobahn (unter dem Namen „Europaspange“) bekannt hat. Nach Abschluß der strategischen Umweltprüfung im Jahr 2021 wird das Autobahnprojekt im Gesetz verankert und soll danach zügig gebaut werden. Die einzige politische Partei, die sich immer dagegen ausgesprochen hat, sind die Grünen. Eine Autobahn erspart weder Geld noch Reisezeit. Wertvolle Agrarflächen werden unwiederbringlich vernichtet. Eine Autobahn schafft keine Arbeitsplätze, denn nach dem Autobahnbau gehen wegen dem Wettbewerbsdruck durch die Konzerne Arbeitsplätze bei heimischen kleinen und mittleren Betrieben verloren.

Daher könnten die für den Autobahnbau notwendigen Milliarden im Waldviertel für weit sinnvollere Investitionen in Bildung, Klimaforschung und vor allem in den Ausbau der Franz Josefs Bahn eingesetzt werden.Die geplante „Europaspange“ soll von Hollabrunn nach Freistadt im Mühlviertel führen, ist jedoch in Zeiten immer sichtbarer werdenden Klimwandels - der sich in sterbenden Wäldern, sinkenden Landwirtschaftserträgen, sowie immer häufigeren Hitzewellen und Unwettern äußert - ein völlig falsches Zeichen. Eine Autobahn zu planen, die vor allem dem internationalen Güterverkehr dienen soll, ist mit den Zielen des Pariser Abkommens von 2015 (dem Stopp des Verbrauchs fossiler Brennstoffe bis 2040) und dem österreischischen Energie-und Klimaplan (NEKP) absolut unvereinbar.

Bis 2030 soll Österreich am Verkehrssektor 7,2 Millionen Tonnen THG gegenüber 2016 einsparen. „Hier ist ein Umdenken und der Ausbau von Schiene das Gebot der Stunde“, meint Thomas Kainz von der Plattform „Lebenswertes Waldviertel“.

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