Kletterer stürzte am Traunstein 50 Meter tief ab: 36-Jähriger schwer verletzt von Notarzthubschrauber geborgen
BEZIRK GMUNDEN. Schwere Verletzungen zog sich ein 36-jähriger Kletterer aus Bayern am 26. Oktober zu, als er auf der Kletterroute „Kaffee und Kuchen“ am Traunstein rund 50 Meter tief abstürzte.

Der 36-Jährige stieg zusammen mit einem 33-jährigen Grazer, einem 35-Jährigen aus dem Bezirk Deutschlandsberg und einem 32-Jährigen aus dem Bezirk Murtal um 5.30 Uhr in die Kletterroute an der Traunstein-Westwand ein, die mit rund 30 Seillängen einen Schwierigkeitsgrad bis 7+ nach UIAA aufweist.
36-Jähriger stürzte 50 Meter weit ab
Die Kletterer, die die Tour bereits früher begangen hatten, kamen im unteren Abschnitt rasch voran. Am 15. Standplatz rutschte der 36-jährige Vorsteiger dann unmittelbar unterhalb des Standplatzes aus und stürzte rund 50 Meter weit ab, ehe er durch den 33-jährigen Sicherer gestoppt werden konnte.
Notarzthubschrauber übernahm schwierige Bergung
Bei dem Sturz zog sich der 36-Jährige schwere Verletzungen zu und war bewusstlos. Die Besatzung des Notarzthubschraubers Martin 3 konnte ihn unter schwierigen Licht- und Windverhältnissen bergen, nach der Erstversorgung wurde er ins Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck gebracht.
2 Hubschrauber, Bergrettung sowie Alpinpolizei im Einsatz
Seine drei Kletterkameraden konnten sich über die Route nicht abseilen, sodass der Polizeihubschrauber Libelle OÖ die Männer ins Tal flog. Im Einsatz waren neben den Hubschrauberbesatzungen auch 16 Mann des Bergrettungsdienstes Gmunden und ein Beamter der Alpinpolizei Gmunden.


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