EBENSEE. Der Palmbuschen gehört im Salzkammergut zum festen Brauchtum rund um den Palmsonntag. Geweihte Palmzweige erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem und gelten als Symbol für Schutz, Segen und eine gute Ernte. Der Brauch des Palmbuschenbindens wird in vielen Familien seit Generationen weitergegeben.

Im Salzkammergut gibt es unterschiedliche Formen des Palmbuschens. In Bad Ischl sind etwa Krampen und der Stanglpalm bekannt, in St. Wolfgang wird der Palmbuschen traditionell mit Äpfeln in ungerader Zahl gebunden.
Neun Pflanzen gehören dazu
In Ebensee besteht der Palmbuschen aus insgesamt neun Pflanzen. Dazu zählen Palmkätzchen, Eibe, Eiche, Wacholder, Haselnuss, Buchsbaum, Schrattel, Seidelbast und Segenbaum. Mit einer Weide werden die Pflanzen an einem Haselnussstecken befestigt, wodurch der Palmbuschen insgesamt elf Bestandteile hat.
Tradition wird weitergegeben
Bereits Tage vor dem Palmsonntag sind viele Familien mit dem Binden der Palmbuschen beschäftigt. Nach der Palmweihe müssen die Palmbuschen laut Überlieferung noch vor zwölf Uhr auf Feldern und Wiesen ausgesteckt werden.
Am Hof der Familie Steinkogler in Ebensee Langwies wird dieser Brauch seit Generationen gepflegt. Ursula Steinkogler hat die Tradition von ihren Schwiegereltern übernommen, heute hilft auch die jüngere Generation beim Binden der Palmbuschen mit.


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