Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Experte gibt Entwarnung: Keine größere Hochwassergefahr für Oberlieger durch Traunbrückenbau

Hans Promberger, 03.12.2015 16:40

GMUNDEN. Bei einem Treffen der Bürgermeister aller vier Traunseegemeinden und Bezirkshauptmann Alois Lanz sowie Bau- und Gewässer-Experten klärte man Fragen zu den Auswirkungen durch den geplanten Neubau der Gmundner Traunbrücke.

Die vier Traunseebürgermeister besprachen die Situation mit BH Alois Lanz und Gewässerbezirksleiter Wilhelm Laimer.

In Traunkirchen und Ebensee hatte sich nämlich das Gerücht verbreitet, dass der Neubau der Traunbrücke in Gmunden den Traun-Querschnitt beim Ausfluss verringere und damit die Hochwassergefahr in allen Ufergemeinden erhöhe. Doch laut Wasserwirtschaftsplaner Franz Überwimmer ist sogar das Gegenteil der Fall: Die Brückenpfeiler der neuen Brücke werden schlanker ausgeführt, die sogenannte Kolksicherung rundherum wird etwas größer dimensioniert, letztlich bleibt der Querschnitt in der Mündung gleich. Durch den „abflussneutralen“ Neubau hatten die Gemeinden Ebensee und Traunkirchen auch keine Parteienstellung bei den Verhandlungen.

„Abflussneutrale“ Ausführung

Darüber hinaus eröffnet sich künftig sogar die Möglichkeit, die Kolksicherung relativ rasch, ohne einen Brückenneubau zu verringern und damit die Abflussmenge des Sees zu vergrößern. Das könnte die Hochwassergefahr bei Oberliegern sogar verringern. In einen gesamthaften Hochwasserschutz seien allerdings auch die Unterlieger einzubeziehen, die in so einem Fall höhere Pegelstände zu verkraften hätten. De facto werde am Querschnitt nichts verändert. „Im wasserwirtschaftlichen öffentlichen Interesse ist ein Ausgleich zwischen den Oberlieger-Interessen und Unterlieger-Interessen herzustellen. Dies ist durch die abflussneutrale Ausführung der neu zu errichtenden Traunbrücke jedenfalls erfüllt“, so Überwimmer.

Alarmplan für Bauphase ist vorhanden

Der Experte betont, dass es für den Brückenneubau eine Vereinbarung zwischen Stadt Gmunden, Lokalbahnbetreiber Stern & Hafferl und der Kraftwerksbetreiberin Energie AG gibt, die das Baugeschehen mit einem detaillierten Alarmplan absichert. Diese sieht vor, dass bei Hochwassergefahr die für den Pfeilerbau nötigen, kurzfristigen Schüttungen rechtzeitig entfernt würden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden