Vier Frauen und ein Atelier
GMUNDEN. Vor einem Jahr schlossen sich vier Künstlerinnen zusammen, um in einem gemeinsamen Atelier am Marktplatz ihre Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen. Ihre Zwischenbilanz fällt durchaus erfreulich aus.

Die Gmundner Innenstadt wächst behutsam zu einem Kunstviertel heran. Neben den Künstlerateliers von Hans Kienesberger und Petra Kodym sowie der Galerie Tacheles in der Traungasse und dem Künstlerinnenkollektiv Arthaus4 zählt auch das Quartett vom „Atelier am Markt“ zu den „Kunstpionieren“ der Traunseestadt.
Bei ihrer Einjahresfeier ernteten Fotografin Bettina Greslehner, Bildhauerin und Objektkünstlerin Claudia Eichenauer, Malerin Christine Pahl und Restauratorin Renate Obermayr-Aigner die Früchte ihrer engagierten Kulturarbeit in den letzten Monaten und durften sich über regen Zuspruch freuen. Dabei ist es nicht leicht, sich neben der eigentlichen Kunstproduktion auch noch gemeinsam um die Organisation von Events zu kümmern. „Es ist eine Arbeit wie ein Kulturverein, nur halt ohne öffenliche Förderungen“, so Obermayr-Aigner. Private Sponsoren und Künstlerkollegen machen jedoch Events möglich. Ein Highlight des Jahres: Das Atelier wurde als Schauplatz für eine Lesung im Rahmen der Festwochen Salzkammergut genutzt. „Mittlerweile schicken Kunstvermittler in anderen Orten Kunstinteressierte nach Gmunden“, freut sich Eichenauer über das Feedback. Basis bleibe jedoch der gemeinsame Spaß und der inspirierende Austausch.
Das Ziel fürs nächste Jahr ist klar: Sich etablieren und weiter aufblühen. Der gemeinsame Wunsch des Quartetts: dass auch die Stadtgemeinde das Erwachen der lokalen Kunstszene in der Innenstadt unterstützend begleitet. Dazu hätten sie sogar ein Konzept in der Schublade liegen.


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