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GMUNDEN. Nach den gestern von der Bundesregierung verkündeten Lockerungen für den Handel gab Gmundnes Stadtoberhaupt nun bekannt, dass auch der Gmundner Wochenmarkt nach Ostern wieder stattfinden wird. Bürgermeister Stefan Krapf appelliert dabei eindringlich, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Foto: Aleksandra Zaitseva/shutterstock.com
Foto: Aleksandra Zaitseva/shutterstock.com

Die Öffnung sei „ein klares Zeichen für die regionalen Betriebe und Nahversorger“, so Bürgermeister Stefan Krapf via Facebook.Er appelliere jedoch „inständig an die Vernunft und Eigenverantwortung aller Kundinnen und Kunden unseres Wochenmarktes, die Schutz- und Sicherheitsverordnungen strikt, konsequent und verlässlich einzuhalten: mindestens 1 Meter Abstand, nicht mehr als 3 Personen bei einem Marktstand, tragen Sie bitte eine Schutzmaske!“, so Krapf.

Lange Geschichte des Gmundner Wochenmarktes

Der Markt wurde in den vergangenen Wochen von vielen schmerzlich vermisst. Die nunmehrige Wiederöffnung bietet Anlass für einen Blick in seine lange Geschichte: Bereits vor der Stadtgründung um 1278 existierte in Gmunden ein wichtiger Versorgungsmarkt fürs gesamte Salzkammergut bis St. Wolfgang und Mondsee. Laut Stadtchronist Dr. F. Krackowizer war dies ein wichtiger der Grund für Gründung der Stadt. Es war immer schon ein freier Markt, auf dem jeder anbieten konnte, was er oder sie wollte. Es gab seit jeher zwei Märkte, einen am Marktplatz (dienstags und samstags) im Herzen der Altstadt und einen am heutigen Rathausplatz (dienstags).

Klein- und Großhandel

Salzschiffe brachten das Salz aus den Salinen nach Gmunden und fuhren mit Gütern, vor allem Getreide und Wein, zurück Richtung Ebensee. Ab dem 19. bis hinein ins frühe 20 Jahrhundert wurden am Seeufer eher große Güter und Mengen verkauft, wie etwa der gebrannte Kalk vom Fuße des Traunsteins, der mit Zillen transportiert wurde, während in der Innenstadt kleine Güter, wie Gemüse oder Eier der umliegenden Bauern feilgeboten wurden.

Mehrfach übersiedelt

Erst später entstand am Rathausplatz jener Markt, wie wir ihn heute kennen. In den 1960er und 1970er Jahren war der Wochenmarkt in der Habertstraße, also etwa vom heutigen Finanzamt bis zum Haus St. Josef, angesiedelt, in den 1980er Jahren vorübergehend auf dem heutigen Parkplatz in der Seilergasse. Seit rund 30 Jahren befindet sich der dienstägliche Wochenmarkt wieder auf dem Rathausplatz, der samstägliche kleine Markt auf dem Marktplatz.


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