Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GMUNDEN. Jener tonnenschwere Felsbrocken, der hinter das Gebäude der Gmundner Bergrettung in der Traunsteinstraße gerutscht war und den Neubau bedrohte, wurde entfernt: Experten des Bundesheeres führten eine fachgerechte Sprengung durch (-> Tips-Bericht). Warum derzeit vermehrt Gestein in Bewegung kommt, hat Tips Gmunden beim Landesgeologen Markus Einberger erfragt.

Die Bedrohung ist weg, der Fels oberhalb des Bergrettungs-Gebäudes wurde gesprengt. Allgemein kommt es derzeit vermehrt zu Bewegungen im Fels. Foto: Bundesheer/Weigl

Insgesamt scheint heuer, was die Geologie in der Umgebung betrifft, ein „intensives“ Jahr zu sein: So stürzte vor zwei Wochen eine Steinlawine zwischen den Ortschaften Mitterweißenbach und Plankau auf die B145. Bei den Aufräumarbeiten kam ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Ischl ums Leben. Immer noch gesperrt ist die B152 am Attersee: Die Straße wurde Anfang Februar im Gemeindegebiet von Steinbach auf einer Länge von 300 Metern schwer von herabfallenden Felsbrocken beschädigt.

Wechsel von Tau und Frost verstärkt Steinschlag

Dass es heuer zu einem verstärkten Auftreten von Steinschlag und Felsstürzen kommt, bestätigt auch Landesgeologe Markus Einberger. Schuld ist die Witterung der letzten Wochen: Regelmäßiges Tauwetter, gefolgt von starken Nachtfrösten, lässt immer wieder Schmelzwasser in den Fels eindringen, das dann gefriert und – durch die Ausdehnung – den Stein regelrecht „sprengen“ kann. Ein an sich normaler Vorgang, der heuer verstärkt zu beobachten ist, wie Einberger bestätigt. „Das ist auch der Grund, warum es im Frühling allgemein mehr Steinschläge und Felsstürze gibt. Eine zweite Häufung tritt oft im Sommer auf – hier hängt es mit Starkregenereignissen zusammen“, so der Experte.

Dass derartige Ereignisse allgemein zunehmen – wie häufig vermutet –, kann Markus Einberger aber nicht bestätigen: „Manche Dinge werden einfach medial stärker wahrgenommen: Es gibt immer wieder auch Felsstürze in Gegenden, in denen niemand wohnt – das ist dann auch nicht so präsent.“


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Wildenstoana Perchtenausstellung in Bad Ischl

Wildenstoana Perchtenausstellung in Bad Ischl

BAD ISCHL. Heuer findet die bereits 14. Perchtenausstellung der Wildenstoana von Freitag, 23. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober, in der ASKÖ ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Drechseltage: 1.600 Besucher erleben Holzkunst in Bad Goisern

Drechseltage: 1.600 Besucher erleben Holzkunst in Bad Goisern

BAD GOISERN. Von alten Werkzeugen bis zu moderner Holzkunst: Die Salzkammergut Drechseltage lockten rund 1.600 Gäste an. Auch internationale ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Zweisprachige GeschichtenZeit in der Stadtbücherei Gmunden

Zweisprachige GeschichtenZeit in der Stadtbücherei Gmunden

GMUNDEN. Unter dem Motto „Hello & Hallo!“ findet am Freitag, 23. Oktober, von 15 bis 16 Uhr eine zweisprachige Geschichtenzeit in der ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Miba investiert 13 Millionen Euro in neues Ausbildungszentrum

Miba investiert 13 Millionen Euro in neues Ausbildungszentrum

LAAKIRCHEN. 120 Lehrlinge bildet Miba derzeit aus. In Laakirchen besucht Minister Hattmannsdorfer die Base27, in die das Unternehmen 13 Millionen ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Salzkammergut Advent 2026: Das sind die schönsten Highlights

Salzkammergut Advent 2026: Das sind die schönsten Highlights

SALZKAMMERGUT. Funkelnde Lichter, romantische Schifffahrten und neue Attraktionen. Der Salzkammergut Advent 2026 verspricht besondere Erlebnisse ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Kostenloser Hörtest in Obertraun stieß auf großes Interesse

Kostenloser Hörtest in Obertraun stieß auf großes Interesse

OBERTRAUN. Der von der Gesunden Gemeinde Obertraun organisierte kostenlose Hörtest wurde von der Bevölkerung gut angenommen.

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge