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GSCHWANDT. Seit über 40 Jahren wird in Gschwandt ein ungewöhnlicher Sport betrieben – und das auf hohem Niveau.

Sandra Radner und Ella Raffelsberger beim „Pas de deux“ (Foto: Anna Fuchshumer)
Sandra Radner und Ella Raffelsberger beim „Pas de deux“ (Foto: Anna Fuchshumer)

Die Voltigiergruppe Gschwandt wurde 1979 von Magdalena Holzinger („Fleckleiten“) gegründet. Sie hatte den Sport bei einem Urlaubsaufenthalt in Deutschland kennen gelernt. Ihre Eltern stellten ihr und den anderen – zunächst vier – pferdebegeisterten Jugendlichen ein Pferd zur Verfügung. Mit Hilfe eines Sachbuchs wurden dann die ersten Schritte im Gschwandtner Voltigieren gesetzt und bald auch der Reitverein Gschwandt gegründet.

Bereits im Jahr 1982 wurden Staatsmeisterschaften in Gschwandt ausgetragen, 1989 erfolgte ein vielumjubelter Vizestaatsmeistertitel und bis 2006 eine Unzahl von Vizelandesmeistertiteln unter Leitung von Magdalena Holzinger und Ingrid Burgstaller. 2007 kam der erste Landesmeistertitel, da bis dahin der UVRV Braunau den Voltigiersport in Österreich dominierte.

Sportliche Spitzenleistungen

Aus einer relativ großen Breite – derzeit rund 50 Kinder und Jugendliche – konnten Katharina Auer als Longenführerin und Kristina Auer als Trainerin das Team Gschwandt 1 an die nationale Spitze heranführen. Der jüngste Höhepunkt war der dritte Platz in der Staatsmeisterschaft Gruppenvoltigieren und im Pas de deux.

Ehrenamtliches Engagement

Der Verein erhält – mit Unterstützung der Gemeinde – drei Voltigierpferde. Weil auch in die Ausbildung laufend investiert wird, stehen derzeit sechs Übungsleiter, ein Voltigierwart und zwei staatlich geprüfte Instruktoren für die fünf Trainingsgruppen zur Verfügung. Alle arbeiten ehrenamtlich.

Die engagierte Gruppe ist für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde auch im Ferienprogramm (Schnuppervoltigieren), in der Nachmittagsbetreuung der Volksschule und mit dem Nikolausbesuch in der Reithalle aktiv. Da man den Sport zu moderaten Preisen anbieten möchte, sind die Kapazitäten an Pferden, Trainingszeiten und finanziell trotz der großen Nachfrage begrenzt. Eine Erleichterung könnte die derzeit vom Reitverein geplante zusätzliche Reithalle bringen, die auch wieder nationale Turniere ermöglichen wird.


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