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BAD ISCHL/LINZ. In den Redoutensälen Linz wurde kürzlich der 28. Solidaritätspreis der Diözese Linz verliehen. Er holt Menschen vor den Vorhang, die ihre Verantwortung für die Gesellschaft auf beeindruckende Weise wahrnehmen.

Gruppenbild der Preisträger mit Bischof Manfred Scheuer, Pastoralamtsdirektorin Gabriele Eder-Cakl, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (Foto: Franz Litzlbauer)

Die Notwendigkeit für Solidarität ist in Krisenzeiten in aller Munde: sei es in einer Pandemie, um Betroffene zu schützen oder angesichts des Ukrainekrieges in unserer Nachbarschaft, um geflüchtete Menschen aufzunehmen. Doch wie vielfältig Solidarität gelebt werden kann, zeigte sich bei der Verleihung des 28. Solidaritätspreises der Diözese Linz. Die Preisträger:innen engagieren sich für Verteilungsgerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Gedenkarbeit, wohnungslose, arme oder kranke Menschen, Menschen im Globalen Süden oder an den Außengrenzen der EU – sie setzen sich dort ein, wo andere vielleicht wegsehen wollen, und packen an, wo es notwendig ist. Dafür wurden sie bei der Verleihungsfeier des Solidaritätspreises am 16. Mai 2022 in den Redoutensälen Linz von Bischof Dr. Manfred Scheuer, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer geehrt und bedankt.

Solidaritätspreis der Diözese Linz

Der Solidaritätspreis wurde zum 28. Mal verliehen. Ursprünglich von der Kirchenzeitung der Diözese Linz ins Leben gerufen, wurde der Preis heuer zum ersten Mal im Namen der gesamten Diözese vergeben. Dabei soll Verborgenes und Wertvolles sichtbar gemacht und Einzelpersonen, Gruppen und Jugendprojekte vor den Vorhang geholt werden, die sich für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und ein solidarisches Zusammenleben einsetzen. Eine Jury aus Vertreter:innen der Diözese Linz und des Landes OÖ unter dem Vorsitz von Maria Hasibeder wählte aus den zahlreichen beachtlichen Einreichungen diejenigen aus, die besonders durch ihr Engagement beeindruckten. Das Preisgeld in der Höhe von 12.500 Euro wird unter den Preisträger:innen aufgeteilt.

Bad Ischler „Kleiderkammer“ unter Preisträgern

Mitmenschen helfen und gleichzeitig die Umwelt schützen – das schafft eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener in Bad Ischl mit dem Projekt „Kleiderkammerl“. Sie verkaufen Secondhand-Mode für einen guten Zweck. Ein Team von fünf jungen Frauen ruft dazu auf, Kleider zu spenden, die in weiterer Folge in gemütlichem Ambiente verkauft werden. Den Erlös spendet die Gruppe an den Sozialfonds der Pfarre, mit dessen Hilfe Menschen in schwierigen Lebenssituationen in Bad Ischl unbürokratisch und schnell geholfen wird. Aus der ursprünglich einmaligen Veranstaltung wurde mit viel Kreativität und Liebe zum Detail ein regelmäßiges Event, das besonders nachahmenswert ist.


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