Achtung auf Frösche und Kröten
LAAKIRCHEN. Manchen Autofahrern ist es bereits aufgefallen: Die jährliche Laichwanderung von Fröschen und Kröten hat begonnen.

Vor wenigen Tagen installierten Freiwillige rund um Johann Amering im Bereich Laakirchen Richtung Eisengattern wieder einen Krötenzaun: Er beschützt die Amphibien bei der Wanderung zu „ihrem“ Teich, wo es sie zum Laichen hinzieht.
Helfer sammeln die Tiere ein
„Die Straßen sind für die Tiere sehr gefährlich: Eine Kröte braucht etwa 15 Minuten, um die Fahrbahn zu überqueren, warme Temperaturen machen es ihr zusätzlich schwer“, weiß Helmut Nedomlel, seit vielen Jahren für den Krötenschutz in Laakirchen engagiert. Der knapp 300 Meter lange Krötenzaun hindert die Tiere daran, die Straße zu betreten. Die ehrenamtlichen Helfer sammeln sie einmal täglich ein und bringen sie auf die andere Straßenseite. Seit dem Vorjahr sorgt ein zweiter Zaun rund um den Teich auch für eine sichere „Rückreise“ der Tiere, wie Helmut Nedomlel erzählt.
Trotz des Engagements: Die Zahl der Kröten geht zurück: „Im Jahr 2017 haben wir fast 2.000 Tiere gezählt, voriges Jahr waren es nur 400“, zieht Nedomlel eine traurige Bilanz. Grund dafür ist unter anderem der immer kleiner werdende Lebensraum für die Amphibien - aber auch die gefährliche Wanderung.
Wandernde Kröten an vielen Orten in Gefahr
Helmut Nedomlel bittet daher alle Autofahrer, an Stellen mit Krötenwanderungen langsam und vorsichtig zu fahren - besonders in der Nacht ist die Gefahr für die Tiere groß.
Auf ein weiteres Problem macht der Naturschutzbund aufmerksam: Weil Amphibien sehr empfindliche Tiere sind, können sie auch durch den Strömungsdruck Schaden nehmen: Schon bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern sei der Druck für sie fast immer tödlich. Der Naturschutzbund empfiehlt daher, das Tempo an ungeschützten Amphibien-Wanderstrecken auf 30 km/h zu reduzieren.


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