Initiative zweier Volksschülerinnen trägt Früchte
OHLSDORF. Wenn viele kleine Leute, viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern. Unter diesem Motto starteten zwei Schülerinnen der Volksschule Ohlsdorf, Ida Pöll und Julia Ettinger, ihre Initiative zugunsten der Maasaikinder in Engaruka, Tansania. Nun konnten sie einen großen Spendenbetrag übergeben

Im Dezember des Vorjahres hörten Ida Pöll und Julia Ettinger von der Dürre und Hungersnot in Engaruka/Tansania und wollten etwas dagegen tun. Die Mädchen begannen, Origamiherzen als Lesezeichen zu falten, bereiteten eine Rede vor und stellten ihr Projekt vor versammelter Lehrerschaft, dem Direktor und den Kindern der Volksschule Ohlsdorf vor. Ihr Engagement begeisterte ihre Mitschüler, die sie tatkräftig unterstützten: Gemeinsam falteten sie über tausend Origamiherzen, und es wurden Spendenboxen im Gemeindeamt, in vielen Geschäften und Praxen aufgestellt. Mutig nutzten die Schüler auch Adventveranstaltungen in der Umgebung, um auf ihr Herzensprojekt „Eramatare“ aufmerksam zu machen. „Eramatare“ bedeutet in Maa, der Sprache der Maasai: „Wir übernehmen Verantwortung!“
Mehrere tausend Euro gesammelt
Nun war es so weit: Voll freudigem Stolz übergaben Ida Pöll und Julia Ettinger, im Beisein ihrer Klassenkameraden und Pädagogen, die stattliche Summe von 3.110 Euro (weitere 2.000 Euro vom Land OÖ sollen noch einlangen) feierlich an Sigrid Sadjak vom Projekt „Eramatare“. Mit dem Geld sollen Mais und Bohnen für die Ärmsten im kleinen Dorf Engaruka und für die dortigen Schulkinder gekauft werden.
Die Schule befindet sich gerade im Bau. Sie ist das Projekt von Sigrid Sadjak und dem Maasai Kaira Manangwa. Sie wollen damit Bildung möglich machen und so eine nachhaltige Grundlage zur Selbsthilfe schaffen. Ihre Devise: „Wenn die Vision des einen zur Vision des anderen wird, verdoppelt sich das Potenzial“. Infos zum Projekt und zu Unterstützungsmöglichkeiten: www.eramatare.org


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden