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Des einen Leid, des anderen Freud: auf die Julihitze folgt ein regnerischer August

Online Redaktion, 08.08.2023 12:42

BEZIRK GMUNDEN. Auf einen viel zu heißen Juli folgt heuer ein „durchwachsener“ August. Während sich manche über das kühle Wetter ärgern, bringt es anderen Entspannung von den heißen Arbeitstagen.

  1 / 12   Christoph Schrattenecker und Ben Doppler: "Auf der Baustelle kriegen wir die Hitze voll ab. Als Gebot gilt bei uns : Regelmäßig mit Sonnenschutz eincremen, Pausen im Schatten verbringen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Durchschnittlich vier Liter Wasser pro Tag. Wenn es möglich ist, nach Dienstschluss ein Sprung ins kühle Nass." (Foto: Hörmandinger)

Nun ist es amtlich: Der heurige Juli fiel mit einer mittleren Temperatur von 21 Grad Celsius etwa zwei Grad wärmer aus als das Mittel der letzten dreißig Jahre, wie auch Meteorologe: Christian Brandstätter von METEO-data in Seewalchen bestätigt. Für den August erwartet er – nach dem aktuell kühlen Start – heuer keine rekordverdächtigen Temperaturen mehr.

Straßenaufsicht und Baustelle

Das bedeutet auch Entspannung für jene, die an besonders heißen Arbeitsplätzen tätig sind, wie etwa Roland Queder. Der Steyrer ist schon von seinem Hauptberuf als Schulkoch viel Hitze gewohnt, nebenbei war er aber auch noch bei brütender Hitze als Straßenaufsicht auf der B145 tätig. Ein herausforderndes Arbeitsumfeld: „Wir arbeiten auf der Straße, in der Hitze, rundum nur heißer Asphalt. Unser einziger Schutz ist Sonnencreme, dazu heißt es regelmäßig Mineralwasser trinken.“

Ebenfalls heiß her ging es am Arbeitsplatz von Christoph Schrattenecker und Ben Doppler: Die beiden sind für ein Hausrucker Bauunternehmen beim SOS Kinderdorf Altmünster im Einsatz. „Auf der Baustelle kriegen wir die Hitze voll ab. Als Gebot gilt bei uns: Regelmäßig mit Sonnenschutz eincremen, Pausen im Schatten verbringen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Durchschnittlich vier Liter Wasser pro Tag. Wenn es möglich ist, nach Dienstschluss ein Sprung ins kühle Nass.“

Von oben heizt die Sonne, von vorn der Griller

Manuela Hackl und Hannes Schwaiger sorgen in Manus Windbar im Freizeitzentrum in Ebensee für das leibliche Wohl der Badegäste und Freizeitsportler. Auch sie bekamen die Hitze zu spüren: „Um die 50 Grad Celsius beim Griller sind keine Seltenheit. Und das an einem schönen Sommertag über mehrere Stunden bedeutet eine körperliche Herausforderung.“ Ihr Geheimrezept, wenn für ein Bad im kühlen Traunsee wieder einmal keine Zeit bleibt: „Gar nicht an die hohen Temperaturen denken, so funktioniert das für uns am allerbesten!“

Die Backstube glüht

Konditor Herbert Metlicka stellt mit seinem Team in der Backstube der Lebzelterei Tausch in Bad Ischl Lebkuchen her. „Hitze und Luftfeuchtigkeit bedeuten im Sommer schon eine körperliche Belastung. Der Ofen wird mit 210 Grad beheizt, dazu kommen Tätigkeiten mit heißem Zucker oder mit geschmolzener Schokolade.“ Metlickas Rezept dagegen: Regelmäßiges Lüften, ein früher Arbeitsbeginn im Sommer und drei bis vier Liter Mineralwasser pro Tag. „Ich persönlich begegne der Sommerhitze mit einer Portion Gelassenheit, denn schließlich ist die Arbeit in der Backstube mein Job, egal bei welcher Temperatur“, so der Konditor.

Steckerlfische über der offenen Glut 

Bernhard Müllegger und Andreas Derfler bereiteten beim traditionellen Fischerfest der Ebenseer Sportfischer Steckerlfische über einer offenen Glutstelle. Die Schweißperlen nehme man gern in Kauf, denn der Steckerlfisch sei bei den Gästen besonders begehrt. „Abkühlung verschaffen uns ein Bad im Traunsee und ab und zu eine kühle Halbe – Mineralwasser“, schmunzeln die Steckerfischbrater.  

Marathonfahrt in der Hitze

Einen besonders heißen Arbeitstag hatte auch der Sieger der diesjährigen Salzkammergut Trophy über die Marathondistanz, Philip Handl aus Tirol. An einem Tag mit extremer Sommerhitze machte den Sportlern der Anstieg über elf Serpentinen und anschließender 30-Prozent-Steigung auf den Salzberg zu schaffen. Im Zielbereich in Bad Goisern wurden 37 Grad Celsius gemessen.

„Ich habe im Zuge der Vorbereitung auf dieses Rennen ein spezielles Hitzetraining absolviert. Das hat sich bezahlt gemacht“, strahlte der Gewinner über die 209-Kilometer-Distanz und neue Streckenrekordhalter Philip Handl.

von Daniela Tóth und Reinhard Hörmandinger


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