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BAD ISCHL. Mittlerweile ist das Einsatzspektrum der Freiwilligen Feuerwehren groß und vielfältig geworden. Besondere Gefahren bringen vor allem Unfälle mit gefährlichen Stoffen mit sich, deshalb hält die FF einmal im Jahr eine Übung dazu ab.

Für den Ernstfall übten die HFW Bad Ischl, die FF Pfandl und der GFS Puchheim einen Chlorgasaustritt. (Foto: ff-badischl.at)

Unfälle mit gefährlichen Stoffen sind große Herausforderung für die Einsatzkräfte. Bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen sind die Führungskräfte besonders gefordert, denn sie müssen binnen kurzer Zeit die richtigen Maßnahmen treffen und dürfen weder ihre eigene Gesundheit oder gar ihr Leben, noch jenes der eigenen Mitglieder und der Bevölkerung in Gefahr bringen. Auch wenn die Führungskräfte alles im Überblick behalten müssen, so ist trotzdem jedes Mitglied gefordert, achtsam zu sein und etwaige Gefahren zu erkennen. Um die notwendigen Schritte zu verinnerlichen, wird mindestens einmal im Jahr eine Übung zum Thema „gefährliche Stoffe“ abgehalten.

Übung im Parkbad fällt ins Wasser

Die extremen Regenschauer am Mittwochabend sorgten für eine Umdisponierung. Vom eigentlichen Übungsort, dem Bad Ischler Parkbad, wurde abgesehen. So verlegten die beiden Organisatoren, Philip Schmoigl (HFW Bad Ischl) und Johann Eisl (FF Pfandl), die Übung auf das Areal der Firma Hagebaumarkt Eisl.

Chlorgasaustritt – Person vermisst

Übungsannahme bei dieser Gemeinschaftsübung von Hauptfeuerwache Bad Ischl, Freiwillige Feuerwehr Pfandl und der Gefahrenstützpunktfeuerwehr (GFS) Puchheim war, dass beim Anschließen einer Chlorgasflasche Gas austrat und eine Person im Gebäude vermisst wird. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte ging es für Übungsleiter Pflichtbereichskommandant Jochen Eisl vor allem darum, den Gefahrenbereich abzusichern und sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. In weiterer Folge wurden Messungen mittels Spezialgeräten durchgeführt, um den Gefahrenbereich genauer skizzieren zu können.

Verständigung von Behörden und Bevölkerung wichtig

Immer wieder wurden fiktiv die Verständigungen von Behörden, Medien, Rundfunk und Bevölkerung durchgeführt, damit diese notwendigen Schritte vertieft werden.

Nachdem weitere Kräfte eintrafen und die Wasserversorgung mittels einer Zubringerleitung sichergestellt wurde, rüstete sich ein Atemschutztrupp mit Gefahrenschutzanzügen aus.Währenddessen wurde auch die Kommunikation mit den auf der Anfahrt befindlichen Kameraden vom GFS-Stützpunkt Puchheim geübt. „Natürlich haben wir eine gewisse Erfahrung mit einem solchen Szenario, doch die Informationen welche man von den Kameraden von der FF Puchheim erhält sind absolut hilfreich. Hier merkt man wie wichtig Stützpunktfeuerwehren, welche sich auf bestimmte Szenarien spezialisieren, für das Feuerwehrwesen in unserem Land sind“, sagt Pflichtbereichskommandant Jochen Eisl.

 Als die Chlorgasflasche abgedichtet war, waren alle Übungsziele erreicht und es folgte abschließend eine Nachbesprechung.

  


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