Offener Brief: "Öffentlicher Diskurs zu Kunst im öffentlichen Raum"
GMUNDEN. Mit Bezug auf die aufgeregte Diskussion rund um die Kunstwerke von Gottfried Helnwein in Gmunden, schlägt Michael Kienesberger in einem offenen Brief an die Gemeindeverantwortlichen vor, auf dem Rathausplatz eine Möglichkeit zum Austausch mit „kompetenten Auskunftspersonen“ zu ermöglichen.
„Geschätzte Gemeindeverantwortliche und Kulturarbeiter:innen,
ich finde Kunst im öffentlichen Raum sehr gut und wichtig. Und eine Kunst, die polarisiert und zum Nachdenken und zu Gesprächen anregt – in einer Zeit in der sehr viel einseitig artikuliert, aber wenig miteinander gesprochen wird – ist umso wichtiger.
Deshalb sollte dieser Diskurs über öffentliche Kunst nicht in geschlossenen Räumen bei Podiumsdiskussionen - sondern dort wo „gesudert und geschimpft wird“ - stattfinden: auf den Plätzen im öffentlichen Raum. Und je früher Fragen und Bedenken beantwortet und ausgeräumt werden können, um so leichter wird das Ziel der inhaltlichen Auseinandersetzung und der konstruktiven Beschäftigung mit den Themen und Fragen unserer Zeit erreicht.
Was spricht dagegen, dass ein Infowagen der Kulturhauptstadt - den es ja im Vorfeld gegeben hat - am Rathausplatz Gmunden mit kompetenten Auskunftspersonen zu Informationen, Gesprächen und Diskussionen einlädt. Dann haben die künstlerischen Inputs auch ihr Ziel erreicht.
Je länger wir zuwarten, desto mehr verhärten sich die Fronten …
Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit viele Betroffene und Bewegte zu erreichen.“
Michael Kienesberger, Gmunden
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