Kulturhauptstadtprojekt "Einen Faden ziehen" in Ebensee präsentiert
EBENSEE. Eingebettet zwischen den Modeschauen der Modeschule Ebensee präsentierte am Samstag, 20. April, das Textilforum Salzkammergut ihr Projekt „Einen Faden ziehen“.

„Einen Faden Ziehen“ ist ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 und knüpft an das Forschungsprojekt (2017 bis 2018) des Frauen*forums Salzkammergut mit der Universität Salzburg über die Geschichte der Frauen in der Weberei und Spinnerei Ebensee an.
Flachs, Schafwolle und Alttextilien neu erforschen
Im Rahmen des Projekts werden Künstler und Handwerker eingeladen, sich mit der textilen Geschichte auseinanderzusetzen und dabei drei traditionelle Textil-Rohstoffe aus dem Salzkammergut sowie ihr Potenzial für die Zukunft zu erforschen: Flachs, Schafwolle und Alttextilien. Die gesammelten Erkenntnisse aus Kunst und Handwerk sollen bei der Abschluss-Ausstellung „Textile Visionen im Salzkammergut“ am Samstag, 9. November, im Museum Ebensee präsentiert.
Alte Techniken neu beleben
Gemeinsam mit der Modeschule wurden bei einem Textilbrunch am Samstag, 20. April, Inhalte und Ausblicke auf die Veranstaltungen des Jahres präsentiert. Projektleiterin Gabriele Schuller betonte die Wichtigkeit, ein Netzwerk für Textilinteressierte zu schaffen und alte wie neue Techniken wieder zu beleben. Mit Workshops, die von erfahrenen Künstlern und Handwerkern geleitet werden, will das Projekt insbesondere die Vielfalt und Schönheit der Textilien aus Flachs, Schafwolle und recycelten Materialien erkunden.
Das Projekt „Einen Faden Ziehen“ soll nicht nur eine Hommage an die reiche Textiltradition des Salzkammerguts sein, sondern auch ein Versuch, neue Wege in der Textilproduktion zu gehen und zeigen, wie aus alten Traditionen innovative und nachhaltige Ideen entstehen können.


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