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GMUNDEN. Um Qualität, Transparenz und nachhaltige Partnerschaften weiter auszubauen, reiste Marlene Drack, Geschäftsführerin der Kaffeerösterei Nussbaumer Kaffee, im Februar für zwei Wochen in zentrale Kaffeeanbaugebiete Brasiliens. Der Aufenthalt diente der Vertiefung bestehender Partnerschaften sowie dem fachlichen Austausch mit Produzenten vor Ort.

Marlene Drack auf der Kaffeeplantage in Brasilien. (Foto: Drack)
  1 / 4   Marlene Drack auf der Kaffeeplantage in Brasilien. (Foto: Drack)

Die traditionsreiche Rösterei wurde 1935 von Guido Nussbaumer gegründet und wird heute in vierter Generation von Marlene Drack geführt. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich der Fokus stark verändert. Neben der Röstkunst gewinne die direkte Beziehung zu den Anbaugebieten zunehmend an Bedeutung. „Früher stand vor allem die Röstkunst im Fokus. Heute wissen wir: Die Qualität entscheidet sich bereits am Ursprung“, so Drack. „Der persönliche Austausch mit den Kaffeebauern ist für uns ein zentraler Baustein für nachhaltigen und hochwertigen Kaffee.“

Ein Schwerpunkt der Reise führte Drack in den Bundesstaat Minas Gerais, eine der bedeutendsten Kaffeeanbauregionen Brasiliens. Dort besuchte sie die Familie Andrade auf den Kaffeefarmen Capim Branco und São Silvestre. Von diesen Betrieben bezieht Nussbaumer Kaffee seit rund zwei Jahren direkt Rohkaffee. Für Drack war es bereits der zweite persönliche Besuch bei der Produzentenfamilie.

Ein weiterer Programmpunkt führte nach Espírito Santo zur Fazenda Camocim von Henrique Sloper. Der Betrieb gilt als Vorreiter im regenerativen, biologischen und biodynamischen Kaffeeanbau in Brasilien. Im Mittelpunkt der Gespräche standen nachhaltige Anbaumethoden, Bodenaufbau und die langfristige Stabilität der Kaffeeproduktion.

Direkter Austausch mit Produzenten

Die Reise war geprägt von intensiven Fachgesprächen und Einblicken in innovative Anbaumethoden. Ziel war es, bestehende Partnerschaften weiter zu vertiefen und neue Erkenntnisse für die tägliche Arbeit in der Rösterei zu gewinnen. Für Drack sind diese Besuche fixer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. „Es war nicht meine erste Reise dieser Art – und sicher nicht meine letzte“, betont Drack. „Regelmäßige Besuche vor Ort sind für uns entscheidend, um Kaffeequalität weiterzuentwickeln und die Beziehungen zu unseren Produzenten langfristig zu stärken.“

Erkenntnisse fließen in Rösterei ein

Die Erfahrungen aus den Ursprungsreisen fließen unmittelbar in die Auswahl des Rohkaffees sowie in die Entwicklung der Röstprofile ein. Damit unterstreicht der Familienbetrieb aus dem Salzkammergut seinen Anspruch, handwerkliche Verarbeitung, hohe Qualität und verantwortungsvolle Beschaffung miteinander zu verbinden.

Nussbaumer Kaffee wurde vor rund neunzig Jahren in Gmunden gegründet und steht für schonende Trommelröstung, direkten Handel sowie persönliche Betreuung von Gastronomie-, Geschäfts- und Privatkunden.


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