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Podiumsdiskussion in Bad Ischl beleuchtet Zweifel an der Wissenschaft

Mag. Lisa-Maria Laserer, 12.03.2026 12:55

BAD ISCHL. Warum zweifeln viele Menschen an der Wissenschaft? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsdiskussion im Kongress- und Theaterhaus Bad Ischl. Ein hochkarätig besetztes Panel diskutierte mögliche Ursachen und Lösungsansätze, während das Publikum aufmerksam lauschte.

Auf Initiative von Europaabgeordneten Hannes Heide (links) diskutierten Konrad Paul Liessmann, Günter Kaindlstorfer, Susanne Mauthner-Weber und Hannes Leidinger sowie Cornelius Obonya (von links) über Querdenker, Wissenschaftsskepsis und die Auswirkungen auf die Demokratie. (Foto: Karin King)

Moderator Günter Kaindlstorfer leitete die Runde, die sich mit der Verteidigung der Wissenschaft gegen populistische und esoterische Strömungen beschäftigte. Philosoph Konrad Paul Liessmann betonte: „Zunächst einmal muss man sagen: DIE Wissenschaft gibt es gar nicht. Es gibt verschiedene Wissenschaften, die zum Teil nach unterschiedlichen Logiken funktionieren.“ Schauspieler Cornelius Obonya las Texte berühmter Forscher von Aristoteles bis Karl Popper und zeigte, dass wissenschaftliche Erkenntnis stets kritisch hinterfragt wurde. „An allem ist zu zweifeln“, so Liessmann: „da heißt es immer vorsichtig sein.“

Bedeutung von Medien und Demokratie

Journalistinnen und Historiker wiesen auf die Bedeutung qualitätsvoller Medien und demokratischer Strukturen hin. Susanne Mauthner-Weber hob die Rolle einer verlässlichen Medienlandschaft hervor, während Hannes Leidinger betonte: „Gute Wissenschaft kann nur in demokratischen Gesellschaften gedeihen.“ Europaabgeordneter Hannes Heide unterstrich, dass die Veranstaltung dazu beitrug, Verständnis für die Freiheit der Lehre zu stärken.

Verlauf und Fazit

Gut zwei Stunden diskutierte das Podium lebhaft und auf hohem Niveau. Am Ende lobte Liessmann die Veranstaltung als „gelungene, unaufgeregte, aber hochqualifizierte Veranstaltung.“ Heide ergänzte, dass daran gearbeitet werde, das Historicum Salzkammergut als feste Größe in der österreichischen Festivallandschaft zu etablieren.


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