Große Feuerwehrübung mit schwieriger Löschwasserversorgung in Bad Goisern
BAD GOISERN. Eine groß angelegte Feuerwehrübung mit mehreren Feuerwehren fand in Bad Goisern statt. Übungsannahme war der Brand eines landwirtschaftlichen Objektes hoch über dem Goiserertal, wobei vor allem die schwierige Löschwasserversorgung im Gemeindegebiet im Mittelpunkt stand.

Das Übungsszenario sah einen Brand in der Ortschaft Herndl vor. Atemschutztrupps suchten mehrere Vermisste und brachten diese ins Freie. Gleichzeitig wurde mit dem begrenzten Wasservorrat der Tanklöschfahrzeuge eine erste Brandbekämpfung durchgeführt, während weitere Einsatzkräfte eine Versorgungsleitung aufbauten. Diese führte vom Tal über eine Länge von 1500 Metern bergwärts, insgesamt waren fünf Pumpen notwendig, um den Wassernachschub sicherzustellen. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr mit einem Großtanklöschfahrzeug sowie dem Wechselladefahrzeug Bad Ischl mit Tankcontainer eingerichtet, um Löschwasser vom Tal nach oben zu transportieren.
„Dichte Siedlungsräume hoch über dem Talboden, nur erreichbar über lange Anfahrtswege und -zeiten auf engen Bergstraßen, und dann noch eine sehr schlechte bzw. fehlende Löschwasserversorgung“, so beschreibt Goiserns Pflichtbereichskommandant Claus Ebner die besondere Situation, mit der die örtlichen Feuerwehren bei Bränden immer wieder gefordert werden.
Viele Feuerwehren beteiligt
An der Übung beteiligten sich an die 100 Feuerwehrkräfte der Goiserer Feuerwehren sowie der Feuerwehren Lauffen und Bad Ischl. Ziel der Übung war vor allem die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren sowie die Sicherstellung der Löschwasserversorgung in abgelegenen Siedlungsgebieten.
Auch Bürgermeister Leopold Schilcher machte sich vor Ort ein Bild vom Ablauf der Übung und überzeugte sich von der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte sowie vom koordinierten Ablauf der Einsatzübung.


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