Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GMUNDEN. Zeitverschiebung, ungewohntes Essen und andere Aktivitäten als zu Hause. Viele Diabetiker, vor allem jene mit Diabetes Typ 1, stellen sich vor dem Urlaub die Frage, worauf sie achten müssen. Primar Dr. Bernhard Mayr, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Salzkammergut-Klinikum Gmunden und erfahrener Diabetes-Spezialist, hat einige Tipps für ungetrübten Urlaubsspaß parat.

Prim. Dr. Bernhard Mayr, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Salzkammergut-Klinikum Gmunden und erfahrener Diabetes-Spezialist Foto: gespag

„Früher wurde vor allem Typ 1 Diabetikern von Flugreisen mit großer Zeitverschiebung abgeraten. Mittlerweile ist das jedoch bei entsprechender Planung kein Problem mehr“ erklärt Dr. Mayr. Wichtig sei, dass Diabetiker im Auge behalten, wie sich ihr Ess- und Aktivitätsverhalten im Urlaub ändert, um entsprechend reagieren zu können. „Wer im Urlaub deutlich aktiver ist als im Alltag, braucht wahrscheinlich weniger Insulin als zu Hause. Wer hingegen zu Hause viel Stress hat, ständig in Bewegung ist und den Urlaub zum Entspannen nutzt, kann eventuell mehr Insulin brauchen. Das gleiche gilt bei stark geänderter Ernährung oder bei sehr hohen Temperaturen, die sich auf den Insulinbedarf auswirken können“, sagt der Experte.

Auf jeden Fall muss im Urlaub der Blutzuckerspiegel genau im Auge behalten werden. Daher empfiehlt es sich, die entsprechenden Messgeräte und Medikamente im Handgepäck mitzuführen und vor starken Temperaturschwankungen zu schützen. Bei längeren Fernreisen muss auf ausreichende Versorgung mit den entsprechenden Medikamenten und Verbrauchsmaterialien geachtet werden. Ein Notfall-Ausweis in Englisch bzw. in der entsprechenden Landessprache kann lebensrettend sein, ebenso wie das Mitführen von Traubenzucker im Falle einer Unterzuckerung.

„Bei Fernreisen mit entsprechender Zeitverschiebung müssen vor allem jene Diabetiker, die Insulin spritzen, darauf achten, dass diese bei der Verabreichung des Insulins berücksichtigt wird. Hier empfehle ich auf jeden Falle eine Abklärung und Beratung beim behandelnden Hausarzt und eine engmaschige Kontrolle des Blutzuckerspiegels“, sagt Mayr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

„Digitalkompass“ für Kinder startet in Gmunden und Altmünster

„Digitalkompass“ für Kinder startet in Gmunden und Altmünster

GMUNDEN/ALTMÜNSTER. Wie gelingt ein gesundes und sicheres Aufwachsen in einer zunehmend digitalen Welt? Mit dem „Digitalkompass“ entsteht ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Miesweg am Traunsee gesperrt

Miesweg am Traunsee gesperrt

GMUNDEN. Ab Montag, 28. September, erfolgt eine Sperre des Mieswegs. Grund dafür sind dringend notwendige Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Informationsabend zum Wohnen im Alter in Ebensee

Informationsabend zum Wohnen im Alter in Ebensee

EBENSEE. Die KLAR! Bad Ischl Ebensee lädt am Freitag, 25. September, von 16 bis 19 Uhr zur Informationsveranstaltung „Wohnen im Alter“ in ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Leichtes Aufatmen beim Fischerclub Nussensee

Leichtes Aufatmen beim Fischerclub Nussensee

BAD ISCHL. Nach den vergangenen Regentagen gibt es beim Fischerclub Nussensee Grund zur vorsichtigen Hoffnung. Die Niederschläge hätten dazu ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Permakultur-Vortrag mit Sigrid Drage in Gmunden

Permakultur-Vortrag mit Sigrid Drage in Gmunden

GMUNDEN. Unter dem Titel „Dein Garten – Deine Revolution – Unser Klima“ spricht die Permakultur-Expertin Sigrid Drage am Freitag, 25. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
So unterschiedlich ist die Lage der Quaggamuschel im Salzkammergut

So unterschiedlich ist die Lage der Quaggamuschel im Salzkammergut

SALZKAMMERGUT. Während Attersee, Traunsee und Mondsee weiterhin von der Quaggamuschel betroffen sind, blieben zahlreiche andere Seen der Region ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge