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LAAKIRCHEN/GMUNDEN. Wenn Christian Austaller zum Schläger – ob Tennis, Tischtennis oder Badminton – greift, wird es hart für seine Gegner. Der Laakirchner legt bereits seit einigen Jahren zusätzlich zu seiner Hauptsportart Tennis sehr erfolgreich seinen Fokus auf die Trendsportart Racketlon.

  1 / 2   Christian Austaller (im Vordergrund) spielt eine sensationelle Racketlon-Saison und stieß in der Weltrangliste bereits auf Rang 22 vor. Foto: RFA

Der Schlägervierkampf „Racketlon“ besteht aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis und ist aufgrund der Schwierigkeit, Schnelligkeit und Vielfältigkeit extrem spannend. Austaller trainiert drei der vier Sportarten intensiv in den Sektionen der ASKÖ Steyrermühl, lediglich die Squasheinheiten muss er auswärts bestreiten.

Stütze im Nationalteam

Wie im Vorjahr in London wurde er auch heuer wieder für die Team-Weltmeisterschaften in Kopenhagen ins Nationalteam einberufen und ist dort mittlerweile zu einem der Leistungsträger avanciert. Nach dem Rücktritt von Ex-Weltmeister Christoph Krenn fehlten bei der Team-WM in Dänemark zwei weitere österreichische Top-Ten-Spieler. Die Erwartungen der Mannschaft waren – obwohl als Nummer 2 gesetzt – gedämpft. Austaller wurde neben Lukas Windischberger und der Ersten der Damen-Weltranglisten Christine Seehofer für das Einzel nominiert und konnte zudem seine bekannte Doppelstärke einbringen. Im Viertelfinale kam es gegen Deutschland gleich zum ersten Showdown im WM-Turnier. „Nach hartem Kampf gelang es, unsere Nachbarn zu besiegen – natürlich ein Motivationsschub für den weiteren Turnierverlauf“, so Austaller. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen schaltete das Team im Halbfinale auch die favorisierten Schweden aus. Im Endspiel traf man auf die topgesetzten Hausherren mit der seit Jahren ungeschlagenen Nr. 1 der Welt Jesper Ratzer und der unangefochtenen Nr. 2 Kasper Jonson. Aber auch hier steuerte Austaller wichtige Siege und Punkte zum verdienten Vize-WM-Titel bei.

Sensationelles Silber auch im Doppelbewerb

Den anschließenden Doppelbewerb der WM bestritt Austaller mit seinem steirischen Badminton Spezialisten Georg Stoisser. Das Duo genoss offensichtlich die Rolle des „Underdogs“. Nach souverän überstandener Vorrunde rangen die beiden im Viertelfinale die an Nr. 3 gesetzten Dänen Mortan Jaksland (Weltranglisten-Fünfter) und Marcus August Christiansen (Weltranglisten-Sechster) nieder. Die Freude war entsprechend groß. Im Halbfinale spielten sich Austaller/Stoisser in einen richtigen „Flow“ und besiegten Teamkollegen Lukas Windischberger mit seinem dänischen Partner Kresten Hougaard. Im WM-Endspiel waren dann allerdings die Topgesetzten, beinahe unschlagbaren, dänischen Partner Jesper Ratzer und Kasper Jonson trotz ansprechender Leistung nicht zu besiegen.

Sprung auf Platz 22 in der Einzel-Weltrangliste

Wenige Wochen nach dem erfolgreichen WM-Turnier traf sich die Racketlon-Elite in Wr. Neudorf beim „Super World Tour“-Event. Im Team trat Austaller mit Klosterneuburg an und erreichte dabei wieder den hervorragenden zweiten Platz. Gemeinsam mit Georg Stoisser gelang es dem Laakirchner sogar, den Doppel-Titel zu holen. Seine Topform bestätigte Austaller im Einzel, in dem er überraschend Platz 3 erreichte. Die jüngsten Erfolge schlagen sich in der Weltrangliste nieder, in der Austaller im Einzel den 22. Platz und im Doppel Rang 20 einnimmt – mit Trend nach oben. Dieser kann zum Saisonabschluss Ende November bei der Einzel-WM in Nürnberg noch verstärkt werden.


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