16 Gmundner Sportler bei den Special Olympics Winterspielen
BEZIRK. Gleich 16 Athleten aus dem Bezirk Gmunden nehmen an den siebten Nationalen Winterspielen im Behindertensport teil. Von 14. bis 19. März werden sich rund 1.100 Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung in der Steiermark sportlich messen.

Ich will gewinnen! Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann werde ich es mutig versuchen!“ Das ist der Eid von Special Olympics und sagt genau das aus, worum es in erster Linie geht: nicht primär ums Gewinnen, sondern vielmehr darum, das Beste zu geben. In Graz, Seiersberg-Pirka, Schladming und in Ramsau am Dachstein gehen im März 150 oberösterreichische Sportler an den Start. 16 davon kommen aus dem Bezirk Gmunden.
Sport Union InCluenz
Gleich drei Sportler und vier Trainerinnen stellt die Sport Union InCluenz. Martina Kronberger aus Roitham, Verena Kienesberger aus Laakirchen und Benjamin Schönleber aus Altmünster werden alle im Tanzsport bei der Olympiade antreten. Es ist bereits das dritte Mal, dass der Pinsdorfer Verein an den Special Olympics teilnehmen wird. Nicole Kaser, Obfrau und Trainerin von InCluenz erklärt: „Wir machen das alles in unserer Freizeit neben einem Vollzeit-Job. Wir nehmen uns Urlaub und fahren mit unseren Sportlern zur Olympiade“. Kaser und ihre Trainerkolleginnen studieren mit ihren Schützlingen Gruppentänze im Bereich Hip Hop und Show Dance ein.
Der Verein InCluenz, mit den Standorten Pinsdorf und Vöcklabruck besteht in seiner heutigen Form seit 2022, aber Kaser und die anderen Trainerinnen arbeiten schon seit vielen Jahren im Tanzsport-Bereich für Menschen mit Beeinträchtigung. „Wir fahren heuer schon das dritte Mal zu den Special Olympics. Das ist also für uns nichts Neues, aber wir möchten allen unseren Sportlern die Chance bieten, sich mit anderen zu messen und unvergessliche Eindrücke mit nach Hause zu nehmen“, so Kaser.
Gute Chancen für Ischler Langläufer
Der 47-jährige Günter Egger aus Bad Ischl ist bereits ein arrivierter Sportler was die Special Olympics betrifft, sowohl im Sommer, als auch im Winter. Im März geht Egger mit der Delegation Lebenshilfe Ausseerland beim klassischen Langlauf über die Distanzen 1.000 und 2.500 Meter an den Start. Egger begann bereits mit 15 Jahren mit dem Langlaufsport zu dem er durch seinen Vater, einen passionierten Langläufer, kam. „Der Günter steht wirklich schon seitdem er ein Teenager ist auf den Langlaufbrettern. Er hat eine sehr gute klassische Technik“, erklärt Martin Mulej, Eggers Trainer.
Mehrere Sieger und 15-Prozent-Regel
Bei den Special Olympics gehen die Langläufer zuerst bei Vorläufen an den Start und werden alle gemäß ihrer Zeiten in Finalgruppen eingeteilt. Jede Finalgruppe eruiert ihre Sieger. Das heißt, dass es bei einem Bewerb mehrere Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gibt. Wichtig dabei ist die 15 Prozent Regel. Diese besagt, dass ein Sportler im Finale nur 15 Prozent schneller laufen darf, als im Vorlauf. Denn sonst könnte er im Vorlauf zurückhalten, würde in eine langsamere Finalgruppe eingeteilt, wo er dann Vollgas gegeben und leicht die Goldmedaille gewinnen könnte.
Eigenständiges Training
Günter Egger ist gut in Form. Zwei Mal im Monat trainiert Egger mit seinem Trainer Mulej. Die restliche Zeit trainiert er selbst. Wenn kein Schnee oder die Langlaufloipe nicht gespurt ist, geht Egger laufen und Nordic Walken.
World Games in Turin
Wer an den Special Olympics teilnimmt, hat die Chance bei den internationalen World Games teilzunehmen. Die Kontingente dafür werden pro Bundesland vergeben. Gerade Günter Egger hat große Chancen bei den nächsten World Winter Games im März 2025 mit dabei zu sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden