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GMUNDEN. Vom Urteil des Landesverwaltungsgerichtes enttäuscht, wollen die Gegner des Stadtregiotram-Projektes nun politisch ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Sie treten bei der Gemeinderatswahl im September als eigene Liste an.

„Neustart für Gmunden“-Sprecher Reinhold Kassmannhuber will den Stadtregiotram-Gegnern eine politische Heimat bieten.

„Wir müssen uns das Urteil noch genau anschauen und es analysieren, werden aber davon abgesehen auf politischem Weg aktiv werden“, kündigt Reinhold Kassmannhuber, Sprecher der tramkritischen Initiative „Neustart für Gmunden“ im „Tips“-Gespräch an. Schon vor wenigen Wochen hatte man ein alternatives Konzept für den öffentlichen Verkehr in Gmunden vorgelegt. In diesem sollen Elektro-Hybrid-Busse (“Salzkammergut Citybusse/Salci“) eine entscheidende Rolle spielen.

Forderung nach mehr Transparenz und Bürgernähe

Die Stadtregiotram-Gegner bekritteln aber auch die Errichtungskosten und zweifeln die von den Betreibern potentiellen Fahrgastzahlen im Falle der Durchbindung der Gmundner Straßenbahn mit der Vorchdorfer Lokalbahn an. „Wir glauben, dass die für die Errichtung der Stadtregiotram veranschlagten sechs Millionen Euro an Gemeindemitteln nicht reichen werden. Es ist schon genug Geld verplempert worden. Wir müssen retten was zu retten ist“, so Kassmannhuber. Zudem befürchte man eine Verschlechterung für das Citybus-Netz.

Das Verkehrsthema sei zwar der thematische Schwerpunkt, prinzipiell trete man für mehr Transparenz und Bürgernähe ein - auch und gerade bei künftigen Großprojekten. In Gesprächen mit Stadtpolitikern habe man eine Bürgerbefragung über die Errichtung der Stadtregiotram eingefordert, dort sei allerdings kein politischer Wille dafür erkennbar gewesen. „Bei Großprojekten muss eine Bürgerbefragung verpflichtend werden. Die Zeit des Mauschelns hinter verschlossenen Türen muss vorbei sein“, sagt Kassmannhuber.


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