StadtRegioTram-Baustelle in Gmunden: Handel sieht Lichtblicke
GMUNDEN. Seit über zwei Monaten wird mitten im Stadtzentrum gegraben, gebohrt und betoniert. „Die Innenstadt ist dennoch aus allen Richtungen erreichbar“, betonen Wirtschaftsvertreter und Bauherren und verweisen auf ausreichend Parkplätze, die Gratisparkaktionen und frequenzunterstützende Marketingmaßnahmen.

„Zweifelsohne spüre ich einen Rückgang bei den Kunden. Mit dem habe ich gerechnet. Die durch die Einsprüche verursachten Verzögerungen und die damit verbundene Abänderung der Bauphasen machen mir eher zu schaffen, weil der Einkauf für die Frühjahrssaison einfach anders geplant war“, meint zum Beispiel Gabriella Mader von Gabriella Exklusiv. Sie gehört zu jenen Betrieben, die ihr Geschäft direkt an der künftigen Trasse haben. „Der Blick auf die Baustelle stimmt mich aber positiv. Ich glaube, dass das Ganze eine Aufwertung für Gmunden bringen wird.“ Dank der Stammkundentreue kommt es nicht zu den teilweise befürchteten Umsatzeinbrüchen. Am ehesten leiden Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs. Die meisten Geschäftsleute sehen die verkehrsberuhigte Situation und das damit verbundene, neue Shoppingerlebnis in der Innenstadt positiv. „Die Durchfahrt für den Individualverkehr muss immer gewährleistet sein, eine Begegnungszone oder ähnliche Maßnahmen, die für weniger Durchzugsverkehr sorgen, wäre aber wünschenswert“, lautet die vorherrschende Meinung.
Nicht ganz so stark von den Baumaßnahmen betroffen sind Betriebe abseits der Bautrasse. Für Mario Zauner von Optik Aichinger verlief das Geschäft im März und April sehr positiv: „Lediglich beim Baubeginn im Februar waren die Menschen etwas verunsichert und haben Termine abgesagt, weil sie der Meinung waren, nicht mehr in die Stadt zu kommen. Das hat sich mittlerweile aber wieder gelegt.“ „Ich persönlich merke von der Baustelle weniger, als ich gedacht habe. Die unterstützenden Stadtmarketingaktivitäten zeigen ebenfalls Wirkung. Mich freut die spürbare Unterstützung unserer Kunden und der Bevölkerung für die Situation“, so Bärbel Scherer von Hutchison & Scherer. „Die Frequenz in der Gmundner Innenstadt war schon vor der SRT-Baustelle nicht umwerfend. Viele unserer Kunden kommen aber von außerhalb und finden uns trotz der Verkehrsbehinderungen“, meint Maria Reingruber vom gleichnamigen Trachtenhaus.
Erreichbarkeit ist garantiert
Die Baustelle beeinträchtigt die Erreichbarkeit der Innenstadt-Geschäfte zwar kaum, dennoch haben die Stadtverantwortlichen verschiedene Maßnahmen gesetzt, um den Aufenthalt in der Innenstadt attraktiv zu halten. So ist die erste Stunde in der Tiefgarage kostenlos und am Samstag in den Kurzparkzonen drei Stunden Gratisparken möglich. Zudem steht der Rathausplatz bis zum Ende der Bauarbeiten am 22. Juli weiterhin als Parkfläche zur Verfügung. Kaufmannschaft und Touristik sind sich einig: Die Innenstadt, das vielfältige Angebot und das Flair sind in jedem Fall einen Besuch wert.


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