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GMUNDEN. Fritz Hamminger ist als Betriebsleiter der Stadtbetriebe unter anderem für den Energieverbrauch aller Amtsgebäude der Stadt Gmunden sowie der gemeindeeigenen Schulen zuständig. Die 14 größten Gebäude seines Verwaltungsbereiches kann er dank modernster Technik nun auf einen Blick kontrollieren.

Fritz Hamminger mit Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf bei der Überprüfung der Energieeffizienz Fotos: KEM/Dobringer

„So können wir vermeiden, dass Energie oder Wasser unnötig verbraucht werden“ erklärt Hamminger. Egal ob Kindergarten, Schule, Wirtschaftshof oder Museum, überall wird Strom benötigt, meist auch Gas für die Beheizung sowie Wasser für Toiletten, Waschbecken oder Duschen. Bei 14 Gebäuden mit einer Fläche von insgesamt mehr als 24.000 Quadratmetern ist man da schnell mal bei Strom- und Gasrechnungen im jeweils fünfstelligen Bereich.

„Wo viel verbraucht wird, kann auch viel eingespart werden“

„Ein Grundprinzip der Energieeinsparung lautet, dass dort, wo viel verbraucht wird, auch viel eingespart werden kann, und so haben wir von Seiten der Klima- und Energie Modellregion (KEM) den Projektfortschritt besonders interessiert mitverfolgt, da dies auch für viele andere Gemeinden in der KEM interessant ist“, erklärt KEM-Geschäftsführer Horst Gaigg. Die ersten Gebäude wurden 2012 an das neue Energiemonitoring-System eines deutschen Herstellers angeschlossen. Nach der Testphase wurde seitens der Stadt beschlossen, 2015 fünf weitere Gebäude anzuschließen.

„Von der Schaltzentrale aus können so alle Raumtemperaturen und Energieverbräuche überprüft und sämtliche Kessel, Pumpen und Mischer auf die Erfordernisse angepasst werden“, erklärt Energieprofi Hamminger. „Auch die Heizzeiten für einzelne Räume und Säle, wie etwa eine Absenkung in der Nacht, an den Wochenenden oder in den Ferien wird von der Zentrale aus programmiert.“

20 Prozent der Energiekosten gespart

Bei Abweichungen – also bei zu hohen Verbräuchen aufgrund von geöffneten Fenstern, Rohrbruch oder sonstigen Fehlfunktionen – erfolgt automatisch eine Meldung an die Zentrale. Somit können sehr rasch die erforderlichen Schritte gesetzt werden, um den Energie- oder Wasserverbrauch nicht übermäßig ansteigen zu lassen oder auch – wie etwa bei Wasserrohrbruch – Schäden zu minimieren.

„Insgesamt konnten wir im Durchschnitt 20 Prozent an Energieeinsparungen erzielen“, sagt Hamminger mit Stolz, denn auch andere Gemeinden haben sich bereits für diese Technik interessiert und das System vor Ort besichtigt.

Wodurch die Stadt Gmunden Energie einspart:

• Energie-Monitoring der 14 größten Gebäude (Live-Daten von Strom, Gas und Wasser, Raumtemperatur, Leitungsdruck)

• Automatische Programmierung von Tag/Nachtmodus, Wochenende, Ferien …

• Beleuchtung in der Sporthalle: Neue Scheinwerfer sorgen für bessere Ausleuchtung bei 50prozentiger Verbrauchsreduktion (200 Watt anstatt 400 Watt/Stück).

• Energieautarker Wirtschaftshof mit Hackgutheizung und 50 kW Photovoltaikanlage (der anfallende Baum- und Strauchschnitt kann nun selbst verheizt werden, auch der Strom kommt vom Dach des neu errichteten Gebäudes).

• Neue Straßenlaternen – 220 Leuchtpunkte wurden bereits auf LED-Technik umgestellt. Dies spart nicht nur Stromkosten, sondern auch Personalaufwand durch viel selteneren Leuchtmitteltausch.

• Die Schulen und Kindergärten in Gmunden werden aktuell mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.


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