In Vorchdorf geht man mit gutem Energie-Beispiel voran

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Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 11.08.2019 10:41 Uhr

GMUNDEN/VORCHDORF. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind derzeit in aller Munde. Gemeinsam mit der Klima- und Energiemodellregion Traunstein holt Tips ab sofort in einer losen Serie lokale Vorzeigeprojekte aus den Bereichen Energie und Mobilität vor den Vorhang. Alleine in Vorchdorf ist hier so einiges zu finden.

Dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Sinn machen, zeigt ein Blick auf die Stromrechnung des Freibades Vorchdorf: Standen dort im Jahr 2012 noch 62.600 kWh, sind es heute nur mehr 15.700. Erreicht wurde dies durch größere Energieeffizienz und durch eine eigene Photovoltaik-Anlage, wie KEM-Projektkoordinator Christian Hummelbrunner erklärt.

Sogar noch höher ist die Einsparung durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED: 2015, noch mit den „alten“ Lampen, betrug der Energieverbrauch knapp 170.000 kWh, im Vorjahr waren es knapp 60.000. „Die eingesparte Energie entspricht rund 11.000 Liter Kraftstoff“, illustriert Hummelbrunner.

Auch im Kindergarten Kitzmantelstraße und im Schulzen­trum wurde in den letzten Jahren der Stromverbrauch um 20 bzw. 40 Prozent gesenkt, vor allem durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung und hocheffiziente Heizungspumpen.

Strom, „selbst gemacht“

Dazu kommt viel „selbstgemachter“ Strom: Aktuell betreibt die Gemeinde neun Photovoltaik-Anlagen mit zusammen 143 kWp. Vier Fünftel des so erzeugten Stroms werden gleich selbst verbraucht, der Rest wird ins Netz eingespeist. Drei weitere PV-Anlagen kommen noch heuer dazu. Inklusive der privaten Nutzer gibt es in Vorchdorf bereits 120 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwas über 1.900 kWp. „Das ist knapp das Doppelte der Freiflächenanlage neben der Autobahn in Eberstalzell“, so der anschauliche Vergleich von Christian Hummelbrunner.

Im Blockheizkraftwerk bei der Kläranlage werden jährlich 180.000 kWh Strom erzeugt, als Energieträger dient das beim Klärprozess entstehende Gas.

Von Nahwärme bis E-Lastenrad

Weil ein großer Teil der Energie für die Raumwärme benötigt wird, sind hier gesetzte Maßnahmen besonders wirkungsvoll: Jährlich benötigt die Heizung der Gebäude der Gemeinde Vorch­dorf 1.700.000 kWh Energie. Davon werden 95 Prozent über das Nahwärmenetz mit erneuerbarer Energie versorgt.

Auch in Sachen nachhaltiger Mobilität tut sich einiges, wie Christian Hummelbrunner erzählt: Die Gemeinde betreibt drei E-Ladestationen, zudem steht ein E-Lastenrad zum Ausborgen zur Verfügung. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden wird an einem Car-Sharing-Projekt gearbeitet und ähnlich dem kürzlich eröffneten Traunsteintaxi möchte man den öffentlichen Verkehr attraktiver machen.

 

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