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Österreichweites Pilotprojekt bringt Innenstadt-Revitalsierung in Schwung

Daniela Toth, 11.10.2019 10:24

GMUNDEN. Viele Häuser in der Innenstadt stehen leer, bei manchen ist der Sanierungsbedarf schon von weitem sichbar. Mit einem eigens entwickelten Computerprogramm zeigt die Stadt Hausbesitzern nun, wie sich eine Sanierung rechnen kann – und zwar kostenlos.

Die Stadtgemeinde will Sanierungen anregen. Foto: Tóth
Die Stadtgemeinde will Sanierungen anregen. Foto: Tóth

Ein eigens von Experten der FH Kufstein erstelltes Programm ermöglicht es, Umbauten von der einfachen Sanierung bis zur hochwertigen Modernisierung anschaulich zu berechnen. Es beantwortet auch die entscheidende Frage, ab wann und bei welchen Mieteinnahmen sich die Investition rechnen wird, erklärt Stadtrat Reinhold Kaßmannhuber (BIG), einer der „Väter“ des Projekts. Zur Berechnung werden öffentlich verfügbaren Daten verwendet (DORIS, Google Street Map). Auch Hausbeschreibungen, die Bauabteilungs-Mitarbeiter Markus Putz 2008 für seine Diplomarbeit erhob, wurden eigearbeitet, so wie aktuelle Fassadenfotos und die jeweiligen Bruttogeschoßflächen. Dies erlaubt eine grobe Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Kostenlose Beratungen

Die Daten werden streng vertraulich behandelt, versichtert Kaßmannhuber. Sie bilden die Basis für detaillierte, kostenlose Beratungen, zu denen die Stadt die jeweiligen Hauseigentümer eingeladen hat und die in den kommenden Wochen stattfinden sollen. „Wir haben in den letzten Jahren zweimal den Salzfertiger für gelungene Innenstadt-Revitalisierungen vergeben – ich würde mich freuen, wenn wir das noch 215 Mal machen könnten“, so Bürgermeister Stefan Krapf (VP). Immerhin gibt es bereits einige Anmeldungen für die Einzelberatungen am 21. und 22. Oktober.

Das Projekt „Altstadt-Impuls“ wurde über den Gemeindeverbund Stadtregionales Forum initiiert, das Computerprogramm steht allen Forums-Gemeinden zur Verfügung und wird mit 50.000 Euro aus Landes- und EU-Mitteln gefördert.


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