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BEZIRK GMUNDEN. Der Arbeitsmarkt sendet nach dem jüngsten Arbeitslosen-Höchststand wieder positive Signale. Trotzdem sind noch mehr als doppelt so viele Menschen ohne Job als noch vor einem Jahr.

AMS-Leiter Leopold Tremmel Foto: AMS
AMS-Leiter Leopold Tremmel Foto: AMS

Lag die Arbeitslosenquote im Bezirk mit Ende April noch bei 8,7 Prozent, so waren es Ende Mai 7,1 Prozent – ein Rückgang um 1,6 Prozentpunkte. Damit liegt der Bezirk Gmunden wieder – wie in den vergangenen Jahren meistens der Fall – unter dem Oberösterreich-Durchschnitt (7,3 Prozent). Zum Vergleich: Österreichweit sind derzeit 11,5 Prozent der Menschen ohne Beschäftigung.

114 Prozent mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

„So erfreulich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai auch ist, es bleibt trotzdem bei einer sehr hohen Arbeitslosigkeit von 3.125 Personen. Das ist eine Steigerung gegenüber dem selben Zeitpunkt des Vorjahres um 1.665 Personen oder rund 114 Prozent“, analysiert AMS Gmunden-Leiter Leopold Tremmel. Dabei stieg die Arbeitslosenquote bei den Frauen stärker als bei den Männern (+136 bzw. +95 Prozent).

Innerhalb der Gruppe der Menschen ohne Beschäftigung gibt es derzeit eine starke Dynamik: So konnte im Mai 1.110 Personen die Arbeitslosigkeit beenden, 320 kamen neu hinzu.

Bezirk liegt bei Kurzarbeit an vierter Stelle in OÖ

Weiterhin stark genutzt wird das Modell der Kurzarbeit: Mit Anfang Juni haben 1.323 Betriebe im Bezirk 1.507 Anträge auf Kurzarbeitsbeihilfe eingebracht. Davon betroffen sind insgesamt 20.328 Personen. „Damit ist der Bezirk Gmunden an vierter Stelle in Oberösterreich, hinter Linz, Traun und Wels und noch vor den Bezirken Steyr, Vöcklabruck oder Braunau“, erklärt Leopold Tremmel. Die aktuellen Anträge im Bezirk seien bereits fast zur Gänze genehmigt und entsprechen einem Wert von rund 137 Millionen Euro, so der AMS-Leiter.

Seit Anfang Juli besteht zudem die Möglichkeit der Verlängerung der Kurzarbeitsbeihilfe. Hierzu gibt es allerdings noch keine aktuellen Zahlen.


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