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GMUNDEN. Hygienemaßnahmen sind derzeit in aller Munde. Die Salzkammergut Druckerei Mittermüller hat nun eine Tischauflage vorgestellt, bei der die Sonneneinstrahlung für eine Entkeimung sorgt.

Alexander Eder mit dem healthy Pad® Foto: healthy Pad®
Alexander Eder mit dem healthy Pad® Foto: healthy Pad®

Die Idee zum „healthyPad®“ hatte Druckerei-Vertriebsleiter Alexander Eder im Gespräch mit seinem schulpflichtigen Sohn: „Als der Unterricht Corona-bedingt in Teilgruppen erfolgte, haben wir darüber gesprochen, dass auf seinem Tisch jeden zweiten Tag jemand anderer sitzt – und auch so Erreger weiter gegeben werden könnten“, erzählt Eder. Da die Salzkammergut Druckerei Mittermüller als eine von wenigen in Österreich auch Kunststoffe bedrucken kann, entstand die Idee, Tischauflagen mit einem antimikrobiellen Dispersionslack auszustatten.

Verwendet wird dazu der von der Regensburger Firma Varcotec hergestellte Lack „Lock3“. Dieser enthält einen speziellen patentierten Stoff, der – wenn er von sichtbarem Licht aktiviert wird – Energie an den unmittelbar umgebenden Sauerstoff abgibt. Der dadurch entstehende kurzlebige Singulett-Sauerstoff töte Keime durch Oxidation der Keimhülle und sei wirksam gegen Bakterien, Sporen, Viren und Pilze, wie Varcotec auf seiner Website erklärt. Varcotec verweist darauf, dass die antivirale Wirkung dieser Sauerstoffart schon mehrfach bewiesen worden sei, unter anderem auch für das Corona-Virus Mers.

„Es werden also auch Viren angegriffen, die ähnlich behüllt sind wie SarsCoV2“, erklärt Alexander Eder. Warum es dennoch kein spezifisches Zertifikat für das neuartige Corona-Virus gibt, erklärt er so: Einerseits sei eine spezifische Untersuchung der Wirksamkeit auf das neue Corona-Virus derzeit nicht möglich, da die Viren für die Impfstoffforschung reserviert seien. „Außerdem kostet die Untersuchung für jeden einzelnen Virenstamm bei einem Labor wie Eurovir 200.000 Euro – das können sich weder wir noch der Lackhersteller leisten“, so Eder. Ein Zertifikat für die antivirale Wirkung von Lock 3 – und damit auch für das „healthyPad®“ der Salzkammergut Druckerei – soll jedoch in den nächsten Wochen vorliegen.


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