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LAAKIRCHEN/LEONDING. Die Technische Universität Wien zeichnet jährlich Absolventinnen aus, die durch ihren Werdegang Inspiration für Schülerinnen und Studentinnen sind. Diesmal ging der TU-Frauenpreis an Katrin Zorn. Die Leondingerin verantwortet seit 1. Februar als „Development Manager Future Products“ am Standort Laakirchen die Entwicklung zukünftiger Produkte abseits der aktuellen Geschäftsfelder der gesamten Miba Bearing Division.

TU-Frauenpreis-Preisträgerin Katrin Zorn, TU Wien Rektorin Sabine Seidler sowie TUW-Vizerektorin Personal und Gender Anna Steiger Foto: Luiza Puiu

Das Klischee der Männerdomäne Technik ist leider auch 2021 noch nicht verschwunden. Die TU Wien setzt deshalb verschiedenste Maßnahmen um, die bestehende Rollenbilder und Vorurteile abbauen. Eine dieser Maßnahmen ist der Frauenpreis der TU Wien. Seit 2015 werden herausragende Absolventinnen ausgezeichnet und damit Role Models für die nächste Generation an Technikerinnen vor den Vorhang geholt.

Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender zur Motivation: „Wir haben jede Menge erfolgreicher, faszinierender Absolventinnen. Diese Frauen und ihre Karrierewege sollen junge Frauen inspirieren ihren Weg in Technik und Naturwissenschaften zu suchen.“

Die Verleihung des sechsten TU-Frauenpreises fand pandemiebedingt im kleinsten Rahmen statt. Unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorgaben konnte die Preisträgerin trotzdem würdig geehrt werden, TUW-Rektorin Sabine Seidler überreichte die Preis-Skulptur an Katrin Zorn. In seiner Laudatio würdigte Marko Mihovilovic, Dekan der Fakultät für Technische Chemie die Preisträgerin nicht nur als „erfolgreiche Leiterin eines international aktiven Technologie-Kompetenzzentrums“, sondern betonte auch das „großartige Engagement im Bereich nachhaltige Technologien und „Future Products“ als Zukunftsvision; hierbei stellt die anhaltende Verbundenheit von Frau Doktor Zorn mit der TU Wien eine wichtige Basis für dieses Entwicklungsfeld auf Grundlage einer private-public-partnership zwischen Universität und Industrie dar.“

Preisträgerin Katrin Zorn

Der sechste TU-Frauenpreis geht an die Oberösterreicherin Katrin Zorn. Ihre Ausbildung führte nach der Chemie-HTL in Wels an die TU Wien, wo sie ihr Diplomstudium und anschließend das Doktoratsstudium absolvierte. Von 2007 bis 2010 war Zorn hier auch als Universitätsassistentin am Institut für Materialchemie tätig. Danach folgte der Einstieg als Entwicklungsingenieurin in der Miba Coating Group. Schnell übernahm sie verschiedene Leitungsfunktionen wie die Entwicklungsleitung TechCenter Österreich, Leiterin R&D der gesamten Miba Coating Group, Leiterin des Technology Competence Centers der Miba Bearing und Coating Group bis hin zur aktuellen Position: Seit 1. Februar verantwortet Katrin Zorn als „Development Manager Future Products“ die Entwicklung zukünftiger Produkte abseits der aktuellen Geschäftsfelder der gesamten Miba Bearing Division. Der Job besteht somit darin, den technologischen Grundstein zukünftiger Anwendungen zu legen: der Schwerpunkt wird dabei auf Anwendungen im Bereich Erneuerbarer Energien gelegt.

Ein roter Faden durch den Werdegang von Katrin Zorn: die internationale Orientierung. Schon während des Studiums absolvierte sie zahlreiche Forschungsaufenthalte quer durch Europa, verantwortete als Miba-Entwicklungsleiterin internationale Teams und wirkte unter anderem am Aufbau des Produktionsstandorts China hands-on vor Ort mit. „Der TU-Frauenpreis ist eine große Ehre für mich und ich möchte mich sehr herzlich bei der TU Wien dafür bedanken. Es ist mir ein großes Anliegen meine Leidenschaft für die Technik an junge Mädchen und Frauen weiterzugeben. Ich wünsche mir, dass die Sichtbarkeit des Preises einen Beitrag dazu leistet, Frauen zu motivieren, ihre Berufswahl uneingeschränkt auf Basis ihrer Interessen und Neigungen treffen zu können!“


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