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Keine „Überplattung“ der Wolfstraße, aber Verkehrsberuhigung im Zentrum

Daniela Toth, 03.05.2021 16:32

LAAKIRCHEN. Mit vier Stunden war die Sitzung des Laakirchner Gemeinderates ungewöhnlich lang. Neben einer umstrittenen Flächenwidmung wurde auch über das Stadtleitbild diskutiert, das vor eineinhalb Jahren aus einem Bürgerbeteiligungsprozess entstanden ist.

Die vorgeschlagene „Überplattung“ der Wolfstraße ist vom Tisch. (Foto: Tóth/Archiv)
Die vorgeschlagene „Überplattung“ der Wolfstraße ist vom Tisch. (Foto: Tóth/Archiv)

Mit der neuerlichen Entscheidung zur Umwidmung setzten ÖVP und FPÖ im jahrelangen Ringen um eine neue Siedlung im Ortsteil Haitzing einen Schlusspunkt. Die Umwidmung eines 12.000 Quadratmeter großen Grundstückes von „Kleingartengebiet“ in „Dorfgebiet“ war bereits im März beschlossen worden, ein Formalfehler machte eine neuerliche Abstimmung nötig. Für ÖVP und SPÖ ist das Projekt, das elf Bauparzellen umfasst, eine sinnvolle Maßnahme, um junge Familien anzusiedeln. Die ursprünglich geplanten Schrebergärten hätten ebenso zu mehr Verkehrsbelastung geführt, ein Sickerschacht löse das Entwässerungsproblem, ist VP-Vizebürgermeister Simon Kreischer überzeugt. Grüne und SPÖ stimmten erneut gegen die Umwidmung: Das Projekt fördere die Zersiedelung, auch gibt es für die nötige Hangwasserentsorgung noch keine wasserrechtliche Bewilligung. Es stelle sich die Frage, ob der Sickerschacht ausreichend sei.

Viele positive Stimmen zum Stadtleitbild

Eineinhalb Jahre nach seiner offiziellen Präsentation im ALFA Steyrermühl – das Interesse der Bevölkerung war damals groß – wurde das von Architekt Christoph Gahleitner und Planer Kurt Fallast in einem Bürgerbeteiligungsprozess entwickelte Stadtleitbild nun auch im Gemeinderat diskutiert. Über jedes der 18 im Leitbild definierten Handlungsfelder – vom öffentlichen Verkehr bis zum Naherholungsgebiet Traun – wurde einzeln abgestimmt. Die Zustimmung unter den Parteien war bei allen Punkten groß.

Lediglich die von den Planern vorgeschlagene „Überplattung“ der Wolfstraße, die damit zu einem neuen Hauptplatz werden sollte, wurde abgelehnt – teils aus Kostengründen (ÖVP), aber auch, weil die Betonplatte keine Begrünung durch Bäume zulassen würde. „Das heißt aber nicht, dass es nicht doch einen Platz in der Wolfstraße geben könnte“, betont Bürgermeister Fritz Feichtinger (SPÖ) gegenüber den Tips. Immerhin war ein Stadtplatz, der diesen Namen auch verdient, eines der zentralen Themen im umfangreichen Bürgerbeteiligungsverfahren.

Wie der Bereich künftig konkret gestaltet werden soll, müsse aber noch weiter entwickelt werden, so Feichtinger. Als eines der ersten Projekte soll nun die Begegnungszone zwischen Gasthaus Bader und Stadtpfarrkirche angegangen werden – ein Projekt, das der Belebung des Zentrums dienen und Leerstände reduzieren soll. Auch hier brauche es aber noch konkrete Planungen, betont Feichtinger.


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Lieber Marktgemeinde
Lieber Marktgemeinde
04.05.2021 21:42

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