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SCHARNSTEIN. Von der Kinderbetreuung bis zur Kulturhauptstadt: Tips hat mit Bürgermeister Rudolf Raffelsberger über aktuelle Themen in Scharnstein gesprochen.

Mehr Blumen und Blühstreifen: Bgm. Rudolf Raffelsberger (r.) mit Bauhof-Mitarbeitern Foto: Marktgemeinde Scharnstein

Tips:Kürzlich durfte sich Scharnstein über eine Aufwertung im AK-Kinderbetreuungsatlas freuen.

Bürgermeister Rudolf Raffelsberger: Ja, wir haben die 1A-Bewertung bekommen, ein super Ranking! Das freut uns sehr, und es liegt uns auch viel daran, dass wir das halten.

Tips:Ein prägendes Thema der letzten Jahre war die Ortskernbelebung. Wie sehen hier die nächsten Schritte aus?

Raffelsberger: In der nächsten Gemeinderatssitzung geht es um die Finanzierung. Das Land hat alles vorbereitet und uns eine Kostenschätzung geschickt. Wenn das beschlossen ist, ist das der offizielle Startschuss: Im Frühling beginnen wir mit der Erneuerung aller Einbauten in die Infrastruktur. Die wasserrechtlichen Bewilligungen für Kanal und Oberflächenwässer laufen gerade, die Vorbereitungen sind beinahe abgeschlossen. Die Erneuerung der Infrastruktur und die entsprechenden Arbeiten werden sicher eine Herausforderung für die Anrainer. Sie sollen in einem Jahr abgeschlossen sein – das muss gut koordiniert werden. Insgesamt brauchen wir für die Bauetappen bei der B120 zwischen Shell-Tankstelle und Schloss zwei Jahre. Das wird eine logistische Herausforderung werden. Die Arbeiten an der Straße übernimmt die Landesstraßenverwaltung, die Kosten für sämtliche Nebenanlagen wie etwa die Straßenbeleuchtung bleiben bei der Gemeinde – wir werden eine knappe Million Euro zahlen.

Wichtig ist, dass die Straße zur Kulturhauptstadt hin befahrbar ist – und dass sie eine sichere Verbindung auch für Radfahrer und Fußgänger darstellt. Die weitere Ortskernbelebung – inklusive Kirchenplatz – kommt nach der Straße an die Reihe.

Tips:Wie wird sich Scharnstein an der Kulturhauptstadt beteiligen, wie wird man sie wahrnehmen?

Raffelsberger: Was die Kultur betrifft, haben wir einige starke Vereine – es gibt das Thema Industriekultur, wo das Museum Geyerhammer engagiert ist, dann ist da noch ein Musiktheater-Projekt der RAT-Big Band und vieles mehr. Aktuell gibt es auch einen neuen Kulturverein in der Moserei. Im Rahmen der Kulturhauptstadt findet auch eine Initiative mit Blumenschmuck statt. Daran wollen wir uns beteiligen und bis zur Kulturhauptstadt unsere Gemeinde zum „Aufblühen“ bringen. Die Gemeinde hat hier schon erste Initiativen gesetzt – auch für die Bienen und im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes. Wir möchten auch noch Blühstreifen neben der Straße anlegen. Die gemeindeeigenen Böschungen wären da ideal geeignet.


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