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GOSAU. Die Grünen treten in Gosau heuer das allererste Mal zur Gemeinderatswahl an und überraschen mit einer Aktion gegen Motorradlärm.

Ernst Gamsjäger und Fritz Posch setzen sich gegen Motorradlärm ein. Foto Grüne Gosau
Ernst Gamsjäger und Fritz Posch setzen sich gegen Motorradlärm ein. Foto Grüne Gosau

„Als wir vor einigen Wochen an einem sonnigen Sonntag mit dem Fahrrad Ausschau nach geeigneten Plätzen für unsere Wahlplakate hielten, haben wir die erdrückende Lärmbelästigung entlang der Bundesstraße wieder einmal wahrgenommen. Mir ist bewusst geworden, dass an schönen Tagen viele Menschen in der Stadt eine bessere Lebensqualität haben als die Gosauer in den Häusern und Gärten neben der Straße.“ meint Fritz Posch, der Bürgermeister-Kandidat der Grünen. Und weiter: „Das Tragische ist, dass die meisten Motorradfahrer vernünftig fahren und nur wenige Verrückte entweder einen zu lauten Schalldämpfer haben, unnötig Zwischengas geben oder einfach nur blödsinnig beschleunigen und wieder abbremsen. Dabei entsteht dieser bedrohliche Lärm, der die Bevölkerung unter Stress setzt.“

Plakate entlang der Strecke

In der grünen Gruppe wurde umgehend beschlossen, die Hälfte der Plakatflächen diesem Thema zu widmen um damit den zukünftigen Kollegen im Gemeinderat einen Lösungsvorschlag für den nächsten Sommer vorzulegen. Mit großen Plakaten werden die Motorradfahrer an Stellen, wo sie zusammenwarten können über die Bedürfnisse der Bevölkerung informiert und gebeten, zum Wohle der Einheimischen durch das Naturparadies Gosautal „langsam und leise“ zu fahren. Entlang der Straße werden sie mit kleineren „LANGSAM“ und „LEISE“ Schildern immer wieder einmal daran erinnert.

„Unsere Lösungs-Strategie ist klar: Wir geben der Motorrad-Community die Möglichkeit, die Narren in den eigenen Reihen zur Vernunft zu bringen. Und zwar deswegen, weil wir gemeinsam mit der vernünftigen Mehrheit unter den sogenannten Bikern es ermöglichen wollen, dass durch das Gosautal weiterhin mit dem Motorrad gefahren werden kann. Nur wenn es uns in dieser freundlichen und einladenden Art nicht gelingen sollte den Lärm zu verringern, werden wir nach weiteren Maßnahmen suchen.“ so der grüne Spitzenkandidat.

Win-Win-Win Situation

Die Idealvorstellung der Grünen sieht so aus, dass bei den Ortseinfahrten Motorrad-Parkplätze zum Zusammenwarten ausgewiesen werden. An diesen Treffpunkten werden die Infotafeln angebracht. Biker-freundliche Gaststätten und Geschäfte im Gosautal sollten die Möglichkeit bekommen, auf einer Zusatztafel ihre Lage und die Öffnungszeiten kundzutun. „Damit hätten wir eine win-win-win Situation. Die Motorradfahrer fahren rücksichtsvoller und freuen sich, dass sie willkommen sind und weiterhin durchs Gosautal fahren dürfen. Unsere Biker-freundlichen Wirte und Geschäfte können um ihre Motorrad-Gäste werben und auch in Zukunft für sie da sein. Das dritte und wichtigste „win“ wäre aber, dass die Bevölkerung weniger Lärm ausgesetzt ist und sich an schönen Sommertagen ihre Lebensqualität verbessert. Ob das gelingt, steht natürlich in den Sternen und es braucht alle dazu. Wir setzen jedenfalls auf die Vernunft aller Beteiligten.“ meint ein hoffnungsvoller Fritz Posch.


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