St. Wolfganger Politik entdeckt die Jugend
ST. WOLFGANG. Nachdem einige Jugendliche rund um Richard Gerum angefangen haben, Unterschriften für einen unabhängigen und überparteilichen Jugendrat zu sammeln, reagieren die Parteien.

„Wir sind total überwältigt von der Resonanz der medialen Berichterstattung. Obwohl wir die letzten Wochen schon so viele Unterschriften gesammelt haben, haben sich doch noch so viele mehr gemeldet. Was für Missverständnisse gesorgt hat, war eine Überschrift in einem der erschienenen Artikel, die mich als FPÖ Kandidaten deklarierte. Ich bin und bleibe aber ein unabhängiger und parteifreier Kandidat, der das Angebot angenommen hat, auf der freiheitlichen Liste mit unseren Anliegen zu kandidieren.“ betont Richard Gerum. Es gibt auch bereits Terminvorschläge und Besprechungen mit Locations für ein erstes Jugendforum Anfang November.
Auch Daniel Wesenauer setzt sich für ein Jugendforum aktiv ein und versucht, andere für die Idee eines unabhängigen Jugendrats zu begeistern. Er meint zu den letzten Wochen: „Es war schon spannend zu beobachten, wie wir im Juli begonnen haben, Unterschriften zu sammeln, da ist einiges in Bewegung geraten. Die Parteien sind munter geworden und haben auch begonnen aktiv zu werden: Die ÖVP gründet eine Parteijugend, die SPÖ veranstaltet einen Jugendstammtisch und sogar von grüner Seite ist man an jemanden aus unserer Gruppe herangetreten und hat einen unabhängigen Listenplatz angeboten. Wir freuen uns, wenn Bewegung in die Sache kommt und wir Junge weiter in die Mitte der Diskussion rücken“.
Ronald Eichenauer, der freiheitliche Fraktionsobmann meint dazu: „Auch an mich sind natürlich einige herangetreten und haben gesagt, ich sollte nicht die Jugend rebellisch machen“, lacht Eichenauer und sagt weiter: „Dabei habe ich nur einem jungen Mann mit sehr viel Potenzial, einen unabhängigen Listenplatz auf unserer Gemeinderatsliste angeboten, um den berechtigten Anliegen der Jugend eine Chance zu geben. Es ist mir ein großes Anliegen, mehr Jugend in die Gemeindeprozesse einzubinden, ich selbst bin ja auch noch nicht ganz alt und erwarte mir von den Jungen einfach bessere Ideen und mehr Kompromissfähigkeit. Daher haben wir auf der Metaebene bereits einen sehr großen Erfolg erzielt. Es ist gelungen die Jungen aufzurütteln, sie zu interessieren sich zu beteiligen und vor allem ist es gelungen die Ortspolitik für sie zu sensibilisieren und zu öffnen. Die Jungen brauchen eine Stimme in der Gemeinde. Persönlich tut es mir sehr leid, dass solche Dinge immer nur vor Wahlen durchsetzbar sind, aber am Ende steht das große Ganze und das ist die Zukunft für unsere Jugend.“, so Eichenauer.


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