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VORCHDORF. Durch das neue „Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz“ ist es möglich, im regionalen Umfeld elektrischen Strom zu liefern. Ein Pionier-Projekt in diesem Bereich ist die „Laudachtaler Energiegemeinschaft“.

 (Foto: Copyright (c) 2019 anatoliy_gleb/Shutterstock. No use without permission.)
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Wer überschüssigen Sonnenstrom produziert, hatte bislang nur die Möglichkeit, ihn selbst zu speichern oder gegen eine geringe Vergütung ins Netz einzuspeisen. Seit wenigen Monaten ist es gesetzlich möglich, nachhaltig erzeugten Strom über eine „Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft“ (EEG) auch über Grundstücksgrenzen zu liefern.

Engagierte Pioniere rund um den Energieberater Christian Hummelbrunner – er ist auch Geschäftsführer der Klima- und Energie-Modellregion Traunstein – haben sich nun zur „Laudachtaler Energiegemeinschaft“ zusammengeschlossen. Die Idee: Der Überschuss-Strom des einen kann direkt vom anderen bezogen und verwendet werden – ohne zwischengeschalteten Anbieter.

Transportiert wird der Strom wie üblich über das vorhandene Netz, die Netzgebühr, die an die Netz OÖ entrichtet werden muss, ist jedoch geringer als bei der herkömmlichen Einspeisung. Daher dürfen sich EEGs nur im Umfeld einer einzigen Trafostation bzw. eines Umspannwerkes gründen („lokale“ bzw. „regionale“ EEG), damit die Netz-Belastung beim Transport gering ausfällt.

Die Kosten für den intern weitergegebenen Strom werden innerhalb der EEG verrechnet. Die Vorchdorfer Pionier-Gruppe aus engagierten Privatpersonen und kleinen Unternehmen will, so Christian Hummelbrunner, erst einmal Erfahrungen sammeln. Weitere Teilnehmer – auch Gemeinden – im eigenen Trafo-Umfeld können dazu stoßen.

„Gamechanger“ für Erneuerbaren-Ausbau

„Solche Energiegemeinschaften könnten der Gamechanger bei den Bemühungen um den Photovoltaikausbau sein“, ist Christian Hummelbrunner überzeugt. „Besitzer von PV-Anlagen bekommen mehr Geld für ihren Strom, als wenn sie ihn einfach ins Netz speisen würden. Umgekehrt ist der Strom für die Abnehmer billiger.“ Das wäre besonders auch für Kommunen interessant: „Gemeinden stehen in der Regel große Flächen zur Verfügung, die man auf diese Weise effizient nutzen könnte“, sagt der Vorchdorfer.


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