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VORCHDORF/KIRCHDORF. Vor wenigen Wochen konnte die 110-kV-Freileitung zwischen Vorchdorf und Kirchdorf fertiggestellt werden. Mittlerweile ist die Inbetriebnahme abgeschlossen. Mit der neuen Hochspannungsverbindung wurde auch ein neues Umspannwerk in Steinfelden am Eingang zum Almtal errichtet. Gegen den Bau der Freileitung hatte es lange anhaltenden Widerstand gegeben, Ziel der Gegner war die Verlegung eines Erdkabels. Auch der Europäische Gerichtshof war eingeschaltet worden.

Seilzug für die Stromversorgung Almtal-Kremstal (Foto: © Netz Oberösterreich GmbH)
Seilzug für die Stromversorgung Almtal-Kremstal (Foto: © Netz Oberösterreich GmbH)

„Strom wird eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energiewende spielen. Um die ehrgeizigen Ziele der ,Mission2030` zu erreichen brauchen wir Leitungen und Umspannwerke“, betont Stefan Stallinger, Aufsichtsratsvorsitzender der Netz Oberösterreich GmbH und Technik-Vorstand der Energie AG Oberösterreich. Manfred Hofer, Geschäftsführer der Netz Oberösterreich GmbH, freut sich über den „Lückenschluss im oberösterreichischen Hochspannungsnetz“. Dieser sei „von wesentlicher Bedeutung für die sichere Versorgung in der gesamten Region von Steyr bis Gmunden.“

Versorgungssicherheit für Ballungsräume gesteigert

Die 110-kV-Freileitung verbindet die bestehenden Umspannwerke Vorchdorf und Kirchdorf. Gleichzeitig wird mit der Leitung ein Lückenschluss im oberösterreichischen Hochspannungsnetz geschaffen, der auf der einen Seite die Ballungsräume Steyrermühl / Laakirchen und auf der anderen Steyr / Enns miteinander verbindet. Durch die neue Verbindung wird die Versorgungssicherheit für diese Verbrauchszentren und die entlang der schon bestehenden Leitungen Umspannwerke Kirchdorf, Kremsmünster und Bad Hall wesentlich verbessert.

Neues Umspannwerk in Steinfelden

Das neue Umspannwerk in Steinfelden am Eingang zum Almtal soll die Versorgung mit elektrischer Energie in der Region ebenfalls deutlich verbessern. Bisher wurde das Almtal über Mittelspannungsleitungen von Gmunden und Kirchdorf aus versorgt. Aufgrund der Leitungslängen von 40 Kilometern und mehr waren Neuanschlüsse nur mehr eingeschränkt möglich. Dank der neuen Versorgungsinfrastruktur kann in der Region nunmehr elektrische Energie in ausreichender Menge und vor allem der entsprechenden Spannungsqualität angeboten werden.

Rechtsstreit sorgte für Verzögerungen

Planungsbeginn für das Vorsorgungsprojekt war vor mehr als zehn Jahren. Nach dem Baubeginn im Februar 2018 sollte ein Jahr später die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgen. Die mehr als zweijährige Verzögerung ergab sich aus einer freiwilligen Bauunterbrechung aufgrund eines Rechtsstreits vor dem Europäischen Gerichtshof und den Auswirkungen der Pandemie im Vorjahr. Nach dem Abschluss des Leitungsbaus erfolgen noch bis ins Frühjahr Rekultivierungsmaßnahmen entlang des Trassenverlaufs.

20 Millionen Euro investiert

Insgesamt wurden 105 Maste, das neue Umsapnnwerk in Steinfelden sowie die Leitungseinbindungen in den bestehenden Umspannwerken Vorchdorf und Kirchdorf errichtet. Die Netz Oberösterreich GmbH hat rund 20 Millionen Euro investiert.


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