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BAD ISCHL/LINZ. Mit zahlreichen Anfragen von oö. Unternehmen mit Kontakten in die Ukraine und nach Russland ist derzeit die WKOÖ befasst. „Die Situation ändert sich stündlich“, erklärt Florian Zeppetzauer. Der Ischler ist bei der WKOÖ für den Bereich Außenwirtschaft verantwortlich.

Florian Zeppetzauer (Foto: WKOÖ)
Florian Zeppetzauer (Foto: WKOÖ)

74 Unternehmen aus Oberösterreich haben Niederlassungen in der Ukraine, 93 in Russland. Der Krieg und die Sanktionen haben viele der bisherigen Abläufe zum Erliegen gebracht – entsprechend vielfältig sind die Anfragen der Unternehmen, wie Florian Zeppetzauer erklärt.

„Etwa drei Viertel der Fragen betreffen Russland, rund ein Viertel die Ukraine. Bei der Ukraine gibt es oft eine ungeheure Betroffenheit, es geht darum, wie man zum Beispiel langjährige gute Mitarbeiter herausholen kann oder um das Organisieren von Hilfslieferungen. Aber es sind auch konkrete Fragen: Wie kann man einen Transport organisieren, wenn die ukrainischen LKW-Fahrer das Land nicht verlassen dürfen?“, so der Leiter des Export Center OÖ.

„Unternehmen vermeiden Kurzsschlussreaktionen“

Wenn es um Russland gehe, stehen wiederum die Sanktionen im Zentrum, aber auch Fragen zur Logistik oder dem Devisenhandel, der weitgehend abgebrochen ist: „Visa funktionieren derzeit noch in beide Richtungen – aber die Frage ist, wie lange noch.“

Manche Unternehmen seien auch in beiden Ländern vertreten und seien durch die Grenzschließungen vor ganz spezielle Probleme gestellt. Derzeit würden die meisten oö. Unternehmen mit Kontakten in die Region vor allem abwarten und versuchen, Kurzschlusshandlungen zu vermeiden, so Zeppetzauer.

Lage ändert sich fast stündlich

„Viele Anfragen gibt es mittlerweile auch zu indirekten Auswirkungen des Krieges – etwa, wenn ein Lieferant in Deutschland, unser größter Exportpartner, die Produktion herunterfährt, weil es irgendwo in der Lieferkette Nachschubprobleme gibt“, so Zeppetzauer. Insgesamt sehe er im Umgang unserer Unternehmen mit der Situation aber „viel Stärke und Resilienz. Viele sind gut aufgestellt und haben beispielsweise immer auch in ausreichend große Lager investiert“.

Derzeit ändere sich die Lage fast stündlich: „Wir ergänzen ständig für die Unternehmen die FAQs auf unserer Website. Es kommen auch immer neue Fragen dazu, derzeit ist auch die Angst vor Cyberangriffen bei vielen Thema“, so der Experte.

Aktuelle Infos der WKOÖ: www.wko.at/service

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