Dieses Start-up verhilft zu einem digitalen Vereinsökosystem
BAD ISCHL/LINZ. Die Unternehmer Lukas Krainz und Mathias Maier sagen der Zettelwirtschaft und dem organisatorischen Chaos im Vereinswesen den Kampf an. Mit dem „Vereinsplaner“ bieten sie eine All-in-One Softwarelösung an und unterstützen bei Verwaltungsaufgaben wie Terminvereinbarungen, Finanzwesen und mehr. Außerdem stellen sie einen Kommunikationsraum bereit und binden Mitglieder wieder mehr ins Vereinsgeschehen ein.

Der „Vereinsplaner“ ist ein digitaler Helfer für Vereine (von Feuerwehren, über Sportvereine bis hin zu Musikkapellen und Freizeitgruppen), der bereits bei 4.500 Vereinen von klein bis groß zum Einsatz kommt. Das Tool unterstützt dabei den Vorstand bei seinen Verwaltungsaufgaben und bietet den Mitgliedern zusätzlich einen Kommunikationsraum in der mobilen App. Mitglieder werden dadurch wieder zentral ins Vereinsgeschehen eingebunden und können mit Vereinsplaner ihren Verein aktiv mitgestalten. Vorstände können sämtliche Bereiche im Verein, von Terminen, über Mitglieder bis hin zu Finanzen digital verwalten und sparen sich so enorme Zeit bei gleichzeitig steigender Datenqualität. „40 Prozent unserer Vereine kommen aus dem deutschsprachigen Ausland wie Deutschland, der Schweiz, Südtirol oder Liechtenstein. Deutschland ist dabei der am schnellsten wachsende Markt“, sagt Krainz.
Mit ihrem Star-up haben Sie kürzlich es auch in die TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft, um dort für einen weiteren finanziellen Grundstein für ihr digitales Vereinsökosystem vorzusprechen.
„Es waren verrückte letzte Wochen für uns als gesamtes Team. Die Vorbereitungen für die TV-Show '2 Minuten, 2 Millionen' waren intensiv und es ist wahnsinnig viel passiert, auch wenn bekanntlich die tatsächliche Arbeit erst nach der Ausstrahlung anfällt. Umso mehr freut es uns, dass wir heute verkünden können, dass wir zwei erfahrene und starke Investoren für unsere Vision beim Vereinsplaner gewinnen konnten. Mit der Compass-Gruppe, rund um Hermann Futter und den 8eyes, rund um die Runtastic-Gründer, mit Christian Kaar als Lead haben wir zwei Sparringpartner gefunden, mit denen wir den Vereinsplaner fokussiert weiterentwickeln. Es liegt eine Menge Arbeit vor uns und motiviert nehmen wir die kommenden Herausforderungen an“, sagt der in Bad Ischl aufgewachsene Lukas Krainz.
Eigener Verein war Ideengeber
„Entstanden ist der Vereinsplaner aus einem Need, bei den eigenen Vereinen. Mein Co-Founder und technischer Geschäftsführer Mathias Maier hat 2016, neben seinem Studium, den Vereinsplaner für seine Landjugend und Feuerwehr entwickelt. Das kam so gut an, dass er die App öffentlich stellte und schnell viele Nachbarvereine darauf aufsprangen. Ende 2017 habe ich Mathias Maier kennengelernt und bin dann Schritt für Schritt als Marketing-Lead und wirtschaftlicher Geschäftsführer dazu gestoßen“, erzählt der Jungunternehmer.
Der Vereinsplaner ist ein Baustein einer großen Plattform, wo neben dem Vereinsplaner als Tool auch bereits ein Wissensbereich und Muster-Dokumentenbereich für Vereine aufgebaut wurde. „Viele 10.000 Vorstände und Funktionäre lesen und nutzen unsere Blogbeiträge bereits jährlich. Hier erkennen wir auch ganz klar den Mehrwert: Vereinen das Leben in vielen Bereichen zu erleichtern und dabei eine zentrale Plattform aufzubauen“, so die Erfinder.
Ein weiterer Nutzerbereich sehen die beiden Jungunternehmer auch bei Verbänden. Denen möchten sie künftig eine Verwaltungs-Software zur Verwaltung stellen. Zudem will man nicht zuletzt auch eine Matchingplattform (Vereinskaufhaus) sein und Vereine oder Firmen mit Vereins-nahen Dienstleistern, wie etwa einem Zeltverleih, Caterern, Getränkelieferanten, etc. zusammenführen.
„Wir befinden uns im Vereinswesen in einer Nische, die derzeit noch kaum digital ist und deswegen gibt es ein sehr großes Potenzial nach oben“, sind sich Krainz und Maier sicher.
Start-up unterstützt Vereine bei Initiativen für die Ukraine
Vereinsplaner stellt seine Software derzeit auch ehrenamtlichen Vereinen zur Verfügung, die Aktionen für die Ukraine initiieren und spendet selbst 15 Euro pro Initiative. “Hunderte Vereine aus ganz Österreich zeigen in diesem Moment ihr soziales Engagement“, so Lukas Krainz. Nun haben also Vereine die Möglichkeit, interne Spendenaktionen über die App „Vereinsplaner“ zu koordinieren.
Vereine und ihr Engagement für die Ukraine
Neben örtlichen Spendensammelaktionen durch Landjugenden und Kirchenvereine, gibt es auch Transportlieferungen durch die freiwillige Feuerwehr nach Rumänien und weiter in die Ukraine. Musikvereine spielen als Geste des Friedens die ukrainische Nationalhymne und veranstalten Benefizkonzerte. Ein Schwimmverein hat 14 geflüchtete Frauen mit ihren Kindern aufgenommen. Die Liste der Initiativen von Vereinen ist lang.
Auf das Ehrenamt aufmerksam machen
„Wir möchten zum einen darauf hinweisen, was Vereine gerade leisten und zum anderen ihnen die Organisation erleichtern“, erklärt Krainz den Grundgedanken zur Ukraine Aktion des Start-ups. Vereine, die ihr soziales Engagement für die Ukraine zeigen, können sich beim Team vom Vereinsplaner melden und bekommen einen 1-Euro-Zugang zur Software. Gleichzeitig spendet das junge Unternehmen 15 Euro für jede Initiative von teilnehmenden Vereinen an „Nachbar in Not“.


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