Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK GMUNDEN. Oberösterreichs private Regionalbahnen erzielten im Vorjahr einen beachtlichen Fahrgast-Zuwachs, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Auch Traunseetram und Vorchdorferbahn legten stark zu.

 (Foto: Wolfgang Spitzbart / Adobe Stock)
(Foto: Wolfgang Spitzbart / Adobe Stock)

Fast 3,3 Millionen Fahrgäste waren im Vorjahr mit jenen oberösterreichischen Regionalbahnen, die nicht zur ÖBB gehören, unterwegs, um 750.000 mehr als im Jahr 2021, wie die aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Spitzenreiter in Oberösterreich ist die Linzer Lokalbahn, die mit 2,055 Millionen einen neuen Fahrgast-Rekord erreichte und bereits um 37.000 Fahrgäste mehr zählte als im Vor-Pandemiejahr 2019. Auch die Traunseetram erzielte mit 764.000 Fahrgästen einen neuen Höchstwert und legte im Vergleich zum Jahr 2021 um 209.000 Fahrgäste zu. Mit der Atterseebahn reisten 271.000 Fahrgäste, um 70.000 mehr als im Jahr 2021 und die Vorchdorferbahn brachte 199.000 Fahrgäste ans Ziel, um 47.000 mehr als im Jahr 2021, informiert der VCÖ.

Österreichweiter Trend

Auch österreichweit erfreuten sich die 17 privaten Regionalbahnen stark gestiegener Beliebtheit. Die Zahl der Fahrgäste nahm um rund 7,7 Millionen auf insgesamt 33,5 Millionen Fahrgästen zu. „Das Klimaticket und die gestiegenen Spritpreise haben den Zulauf zu den Bahnen erhöht. Der Fahrgast-Rückgang aufgrund der Covid19-Pandemie sowohl im Pendelverkehr als auch im Freizeit- und Tourismus-Verkehr ist damit fast wieder wettgemacht“, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Verbindungen verbessern

Häufigere Verbindungen sind wesentlich, um sowohl im Freizeit- als auch im Pendelverkehr die Zahl der Fahrgäste zu erhöhen. Aufgrund der flexibleren Arbeitszeiten und der im Vergleich zu früher deutlich höheren Anzahl an Teilzeitjobs ist es wichtig, dass es auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten ein gutes Bahnangebot gibt, betont der VCÖ.  

Anreize schaffen

Gleichzeitig kann mit Mobilitätsmanagement dazu beigetragen werden, dass das vorhandene Angebot häufiger genutzt wird. Gerade Unternehmen können mit Maßnahmen wie Öffi-Jobticket, Parkplatzmanagement und Bewusstseinsarbeit erreichen, dass mehr Beschäftigte mit dem Öffentlichen Verkehr statt dem Auto zur Arbeit fahren. Gleiches gilt für Freizeiteinrichtungen und Tourismusregionen, die Anreize für die Anreise mit dem Öffentlichen Verkehr setzen können.

„Für die Bevölkerung vor Ort bedeutet verstärktes Mobilitätsmanagement, dass die Verkehrsbelastung durch Abgase und Lärm reduziert wird. Für Pendlerinnen und Pendler bringt der Umstieg vom Auto auf die Bahn mehr Verkehrssicherheit und mit dem Klimaticket auch eine starke Kostenersparnis“, erinnert VCÖ-Experte Schwendinger. 

VCÖ fordert Reform des Pendlerpauschales

Gefordert sieht der VCÖ auch die Bundesregierung durch eine soziale und ökologische Reform des Pendlerpauschales. So sollte das kleine Pendlerpauschale in eine Sachleistung in Form eines regionalen Klimatickets umgewandelt werden. Kleines Pendlerpauschale erhalten jene Beschäftigten, deren Arbeitsplatz mindestens 20 Kilometer von der Wohnung entfernt ist und für die laut Finanzministerium die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist. Rund eine Viertel Million Personen in Österreich bezieht ein „Kleines Pendlerpauschale“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden