Bürgermeister Jürgen Berchtaler: „Energie und Ressourcen sparen“
PINSDORF. Wichtige Infrastrukturprojekte, Energiekosten und der Beitritt Pinsdorfs zum Klimabündnis: Tips sprach mit Bürgermeister Jürgen Berchtaler über aktuelle Themen in der Gemeinde.

Tips:Wenn man von Vöcklabruck kommend nach Pinsdorf kommt, fällt aktuell als Erstes die Brückenbaustelle im Bereich Sternberg auf. Wann kann man hier mit der Fertigstellung rechnen?
Bürgermeister Jürgen Berchtaler: Die Arbeiten an der Überfahrtsbrücke haben Ende letzten Jahres begonnen, für den Juni ist die Fertigstellung geplant. Die neue Brücke gewährleistet eine sichere Anbindung an die B145 in beide Fahrtrichtungen. Für uns ist das besonders wichtig, denn es sind täglich 25.000 Autos auf dieser Straße unterwegs, und gerade in diesem Bereich gab es immer sehr viele Unfälle. Sicherheitstechnisch ist das ein großer Schritt. Die Brücke wird vom Projektbetreiber errichtet und im Anschluss ins öffentliche Gut übergeben. Gut ist auch, dass damit nicht nur das Gewerbegebiet, sondern auch zwei Anrainerhäuser endlich einen sicheren Zufahrtsweg haben und nicht mehr über die B145 fahren müssen.
Tips:Ein weiteres Infrastrukturprojekt startet in Kürze: der lang geplante Neubau der Haltestelle Pinsdorf mit Errichtung einer Park & Ride-Anlage.
Berchtaler:Das Projekt beinhaltet eine Park & Ride-Anlage mit 60 Stellplätzen und den Neubau der Haltestelle Pinsdorf mit Bike & Ride-Anlage, Bushaltestelle und öffentlichem WC. Die Eisenbahnkreuzung Siedlungsstraße wird nach dem Umbau nur mehr für Fußgänger benutzbar sein und mit Schranken gesichert. Natürlich kommt es während der Bauarbeiten zu Verkehrsbehinderungen. Wir bitten bereits jetzt um Verständnis.
Tips:Sind in der Gemeinde auch Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit geplant?
Berchtaler:Pinsdorf ist seit 1. Jänner Klimabündnisgemeinde. Unser Ansatz ist: Wo können wir Energie und Ressourcen einsparen? Erste Energiesparmaßnahmen wurden bereits gesetzt, derzeit ist eine Bestandsaufnahme am Laufen, welche baulichen Möglichkeiten es für die Gemeindegebäude gibt. Hier werden wir schauen, was wir umsetzen können. Weil das Thema erneuerbare Energie immer wichtiger wird, denken wir auch eine Erweiterung der PV-Anlagen an. Und es laufen auch Überlegungen, die Gebäude der Gemeinde mittels einer Energiegemeinschaft zu verbinden.
Tips:Apropos Energie: Wie wirken sich die gestiegenen Energiepreise auf die finanzielle Situation der Gemeinde aus?
Berchtaler:Für den Strom haben wir den Vertrag bereits im Vorjahr fixieren können. Für heuer steht ein neuer Gasvertrag an – wir werden auch hier versuchen, einen guten Preis zu holen. Die Kosten steigen natürlich. Nichtsdestotrotz wollen wir dies nicht an die Bürger weiter geben und haben daher sichergestellt, dass es, bis auf kleine Ausnahmen, heuer zu keinen Gebührenerhöhungen kommt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden