Photovoltaik-Ausbau umsetzen
VORCHDORF. Von Energie-Initiativen bis zum Streaming der Gemeinderatssitzung: Tips sprach mit Bürgermeister Johann Mitterlehner über aktuelle Themen in der Gemeinde.

Tips:Aktuell gibt es eine Initiative zur Erhöhung der Frequenz und zur zeitlichen Ausdehnung der Vorchdorferbahn. Laufen hier Gespräche mit den anderen Bürgermeistern und den Verantwortlichen?
Bürgermeister Johann Mitterlehner: Ich bin natürlich im Gespräch mit den anderen Bürgermeistern und auch mit dem Bahnvorstand Gunter Mackinger. Die Takte der Vorchdorferbahn sollen besser mit der Anbindung in Vorchdorf abgestimmt werden, durch die Arbeiten an den Bahnübergängen – einige werden ja auch aufgelassen – wird sich auch die Fahrgeschwindigkeit erhöhen. Ein weiteres Thema ist auch der Gütertransport – auch in Verbindung mit dem entstehenden Inkoba-Gebiet. Insgesamt hat die Vorchdorferbahn für uns auch historisch eine riesengroße Bedeutung – heuer ist ja auch das 120- Jahr-Jubiläum. Es gibt auch Überlegungen, das Bahnhofsgebiet zeitgemäß zu machen.
Tips:In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Rechnungsabschluss präsentiert. Wie sehr wirken sich die teuren Energiepreise hier aus?
Mitterlehner: Das hat uns glücklicherweise nicht wirklich getroffen. In der Vergangenheit haben wir viele Maßnahmen getroffen zur Einsparung und Optimierung des Energieverbrauchs – auch dank engagierter Mitbürger, ausgehend von der ursprünglichen Energiegruppe und unter der Federführung von Christian Hummelbrunner. Daher können wir heute die Ernte einfahren. So sind zum Beispiel sämtliche öffentliche Gebäude an das Nahwärmenetz angeschlossen. Und wir haben das Glück, dass wir die hohen Energiepreise „durchtauchen“ können, weil wir im März 2022 noch verhältnismäßig günstige Stromlieferverträge für heuer und nächstes Jahr abschließen konnten. Aktuell wollen wir den Photovoltaik-Ausbau auf öffentlichen Gebäuden Schritt für Schritt umsetzen. Dafür müssen in manchen Bereichen aber noch die Rahmenbedingungen hergestellt werden.
Tips:Ebenfalls in der letzten Gemeinderatssitzung wurde das Thema „Streaming der Sitzung“ thematisiert. Wie stehen Sie zu diesem Thema?
Mitterlehner: Für mich ist das, so wie es jetzt bei uns gehandhabt wird, eine Grauzone, weil die Sitzungen länger im Internet abrufbar sind. Ich bin der Meinung, dass das nicht rechtens ist. Es wurde auch schon im Herbst im Gemeinderat diskutiert, ob die Gemeinde das Streaming selbst machen soll, das Vorbild wäre hier Kremsmünster. Wir haben dazu mehrere Kostenvoranschläge eingeholt. Der Gemeinderat hat sich dann wegen der hohen Kosten, zumindest 10.000 Euro im Jahr, dagegen ausgesprochen. Man muss natürlich schon auch schauen, wie viele Leute ein solches Streaming interessiert. Denn die Sitzungen selbst sind ja sowieso öffentlich, jeder kann sie besuchen und es ist alles barrierefrei. Und: Wir haben immer auch einen regen Besuch.


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