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GMUNDEN. Zum Thema „Leerstand von Geschäftsflächen und Innenstadtsterben“ diskutierten kürzlich Unternehmern aus dem ganzen Salzkammergut in der Wirtschaftskammer Gmunden. Die Veranstaltung fand auf Initiative des Obmanns der Freiheitlichen Wirtschaft im Bezirk Gmunden, Ronald Eichenauer, statt.

v.l.: Bgm. Andreas Rabl (Wels), Ronald Eichenauer (Bezirkschef der freiheitlichen Wirtschaft ), Claudia Lehner-Linhart, Martin Ettinger (WKO-Bezirkschef), Bgm. Stefan Krapf (Gmunden) (Foto: FPÖ)

„Bei uns in Wels habe ich einen Widmungsstopp für Shoppingcenter durchgesetzt“. Mit dieser Aussage stellt der Welser Bürgermeister Andreas Rabl klar, dass es zur Rettung und Belebung der Innenstädte ein klares Konzept und gegebenenfalls auch drastische Maßnahmen braucht. Nach langen Jahren des Niedergangs der Handelslandschaft in Oberösterreichs zweitgrößter Stadt gelang es Rabl seit seinem Amtsantritt im Jahr 2015 durch diese strikte Haltung, Wels zurück an die Spitze des City-Reports zu führen. Bei der Podiumsdiskussion mit dem Gmundner Bürgermeister Stefan Krapf, dem WKO-Bezirkschef Martin Ettinger beschrieb Rabl seine Maßnahmen, die zu einem klar sichtbaren Erstarken der Innenstadt-Kaufleute in Wels führten.

Dass dieses Thema die Wirtschaftstreibenden sozusagen „unter den Nägeln brennt“ zeigten die zahlreich gekommenen Gäste. Man müsse sich als Gemeinde entscheiden: „Will man die Shopping-Center auf der grünen Wiese mit den Filialen der großen Handelsketten unterstützen oder stärkt man die eigentümergeführten Geschäfte in der Innenstadt“, formuliert der Bezirkschef der freiheitlichen Wirtschaft im Salzkammergut, Ronald Eichenauer die Herausforderung für die Kommunalpolitik. Es sei klar, dass die Politik hier sehr viel Spielraum hat: „Raumordnung und Wirtschaftsförderung sind Kernaufgaben der Gemeinde, hier kann viel bewegt werden“, so der Unternehmer, der Geschäfte in Bad Ischl, Salzburg und St. Wolfgang betreibt.

Spannend verlief auch die Publikumsdiskussion, bei der sowohl Kritik an manchen Entscheidungen der Vergangenheit als auch Wünsche an die Standesvertretung der Wirtschaft geäußert wurden. Die Vertreter der Freiheitlichen Wirtschaft waren über das breite Interesse der Kollegen aus der Unternehmerschaft erfreut. „Gerade in bewegten Zeiten und starker Konkurrenz durch Handelsketten und Amazon brauchen die eigentümergeführten Betriebe die Politik als Partner“, so Eichenauer abschließend.


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