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ST. KONRAD. Knapp 500 Unterschriften hat eine Bürgerinitiative für eine sichere Überquerung der B120 in St. Konrad gesammelt. Nach Befürwortung im Gemeinderat soll die Initiative nun an das Land OÖ übergeben werden.

Die drei Initiatorinnen übergaben die Unterschriften an Bürgermeister Herbert Schönberger (ÖVP). (Foto: Carina Reiter)

Die Initiative wurde von drei Müttern aus dem Elternverein St. Konrad ins Leben gerufen. Ziel sei der Erhalt eines sicheren Übergangs über die B120 und damit eine sichere Verbindung der beiden Ortsteile von St. Konrad.

Hintergrund

„Derzeit befindet sich an der B120 ein Schutzweg, obwohl in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 Kilometer pro Stunde gilt. Die Bundesstraße ist stark frequentiert und wird auch von zahlreichen Schwerfahrzeugen auf dem Weg ins Almtal genutzt. Gleichzeitig ist die Querungsstelle für Autofahrer nur eingeschränkt einsehbar. Viele Verkehrsteilnehmer halten sich zudem nicht an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, wodurch es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt“, beschreiben die Initiatoren die aktuelle Situation.

Neue Querungshilfe

Außerdem plane das Land Oberösterreich, den bestehenden Schutzweg zu entfernen und stattdessen einige Meter weiter einen Fahrbahnteiler zu errichten.

„Da andere Möglichkeiten wie eine Unterführung, Überführung oder alternative Wegführungen geprüft wurden, jedoch nicht realisierbar sind, wurde als umsetzbare Maßnahme die Errichtung einer Querungshilfe in Form eines Fahrbahnteilers durch das Land Oberösterreich gemeinsam mit der Gemeinde ins Auge gefasst. Hierzu wurde eine Planung in Auftrag gegeben“, sagt Bürgermeister Herbert Schönberger (ÖVP).

Die Initiatoren befürchten dadurch eine Verschlechterung der Sicherheit für Fußgänger: „Der Wegfall des Schutzweges erhöht nach unserer Einschätzung das Risiko für Fußgänger erheblich, insbesondere für Kinder und ältere Menschen.“ Zudem würde sich der Gehweg in den Ortskern deutlich verlängern, betont die Bürgerinitiative und fordert daher den Erhalt des Schutzweges sowie zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

Fast 500 Unterschriften

Innerhalb kurzer Zeit konnten insgesamt 494 Unterschriften gesammelt werden, davon 345 direkt aus St. Konrad. Die Listen wurden an Bürgermeister Herbert Schönberger (ÖVP) übergeben. „Wir begrüßen das Engagement der Bevölkerung für mehr Verkehrssicherheit und teilen das gemeinsame Ziel, eine sichere Verbindung zwischen den Ortsteilen zu schaffen“, heißt es seitens der Gemeinde.

Einstimmig im Gemeinderat

Das Anliegen wurde inzwischen mittels Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat behandelt. „Der Gemeinderat von St. Konrad hat sich in seiner Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 Kilometer pro Stunde im Bereich der Querungsstelle zu unterstützen“, so der Bürgermeister.

Als nächster Schritt soll die Bürgerinitiative nun an das Land Oberösterreich und den zuständigen Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) übergeben werden.


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