Innovationspreise für fünf Unternehmen aus Niederösterreich
GRAFENEGG. Mit dem NÖ Innovationspreis holen das Land Niederösterreich und die Wirtschafskammer innovative Projekte und Entwicklungen heimischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor den Vorhang. Heuer ging der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis an Fundermax aus Wiener Neudorf. Weiters wurden bei der Preisverleihung am Dienstag in Grafenegg noch vier Kategoriesieger gekürt.

Der „Karl Ritter von Ghega-Preis“ ist die wichtigste Auszeichnung für Innovationsprojekte in Niederösterreich. Heuer wurde er bereits zum 28. Mal ausgelobt. „Innovative Unternehmen stärken die Wirtschaft und dienen als Grundlage für Wettbewerb, Wohlstand und Wachstum. Dabei ist es gleich, ob es sich um etablierte kleinere und mittlere Betriebe oder ein großes Unternehmen handelt oder ein innovatives Start-up ist“, erklärt Landesrätin Petra Bohuslav die Bedeutung des Preises. Das Land Niederösterreich unterstütze die betriebliche Forschung und Entwicklung. „Die heurige Preisverleihung zeigt wieder, wie viel innovatives Potential in den niederösterreichischen Unternehmen steckt“, freut sich die Landesrätin.
Der NÖ Innovationspreis 2015 wird abgewickelt von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, erklärt: „Unsere Unternehmen müssen immer schneller auf sich verändernde Märkte reagieren. Sie müssen immer besser auf Veränderungen vorbereitet sein oder – im optimalen Fall – selbst Proponenten dieser Veränderungen sein. Dazu braucht es Innovationen. Über 600 Unternehmen im Jahr werden durch unsere TIPs professionell beraten und auf ihrem Innovationsweg unterstützt.“ Zwazl zufolge weisen Betriebe, die ihre Innovationen mit Beratung durch die TIP umsetzen zwei Jahre nach Projektstart ein fast neunmal so hohes Umsatzwachstum pro Arbeitnehmer auf wie Betriebe ohne diese Beratung. Auch die Zahl der Patente steige. „Unsere TIP nutzen allen Branchen und Betrieben jeglicher Größe – von EPU bis zum Leitbetrieb“, erklärt Zwazl.
Der Gesamtsieg ging heuer an das Wiener Neudorfer Unternehmen Fundermax, welches sich mit Gestaltungsfreiheit und Brandsicherheit in der Architektur beschäftigt. Ziel des Projekts „m.look“ war die Entwicklung einer nicht brennbaren hochwitterungsbeständigen, dekorativen Hochdrucklaminatplatte für Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Diese erschließe den Architekten neue Gestaltungsfelder: Fassaden für Hochhäuser über 30 Meter Höhe, Wandverkleidungen für Fluchtwege und Bekleidungen für Objekte wie Bahnhöfe, Flughäfen, Schulen und Krankenhäuser, bei denen ein besonderer Anspruch an Sicherheit und Brandschutz gestellt wird. Für diese Anwendungen musste bisher auf Werkstoffe wie Glas und Beton zurückgegriffen werden, die hinsichtlich ihrer dekorativen Gestaltungsmöglichkeiten stark beschränkt sindInzwischen wurden bereits mehrere Objekte in Österreich und Deutschland mit dem Produkt ausgeführt.
Die Sieger in den einzelnen Kategorien (Preisgeld jeweils 2.500 Euro):
MMS Modular Molding Systems GmbH & Co KG, Berndorf
Kategorie: Innovationen für die Wirtschaft
Projekt: Komplexe Hybridbauteile können nun mit Hilfe einer flexiblen Produktionsanlage unter minimalem Platz-, Energie- und Personalaufwand vom Rohmaterial bis zum Verpacken hergestellt werden.
Sponsor: EVN
Institut für Umweltbiotechnologie, Department IFA-Tulln, Universität für Bodenkultur, Wien
Kategorie: Innovationen aus Forschungseinrichtungen
Projekt: „CO2USE“ - Produktion eines neuartigen Bio-Kunststoffes mit Hilfe von Sonnenlicht, Mikroalgen und CO2; Nebenprodukte sind Biogas und Dünger.
Sponsor: Land Niederösterreich
Wopfinger Baustoffindustrie GmbH, Waldegg
Kategorie: Innovationen für den Konsumenten
Projekt: NixMix Beton - Beton, der ohne Mischmaschine verarbeitet wird, also ideal für Kleinanwendungen, wie das dauerhafte Verankern von Spielplatzgeräten oder Verkehrszeichen.
Sponsor: Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
logi.cals GmbH, St. Pölten
Sonderpreis: „Innovativstes KMU“
Projekt: Engineering-Software für Automatisierungstechniker- mit logi.CAD 3 finden Techniken und Methoden der modernen Software-Entwicklung weltweit erstmals Einzug in die Automatisierungswelt.
Sponsor: Wirtschaftskammer Niederösterreich


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