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donauFESTWOCHEN: Mozarts Singspiel „Die verstellte Gärtnerin“ wird wiederbelebt

Michaela Primessnig, 18.03.2015 16:02

GREIN/STRUDENGAU. Ein selten gespieltes Mozart-Singspiel mit dem L“Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg auf Schloss Greinburg, neun Konzerte Alter Musik im Dialog mit heutiger Zeitgenossenschaft, Tanz, LandART, Meisterkurse und Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche – die donauFESTWOCHEN gehen in ihre 21. Saison.

Opernraritäten auf Schloss Greinburg***Foto: Reinhard Winkler
Opernraritäten auf Schloss Greinburg***Foto: Reinhard Winkler
Von 31. Juli bis 16. August 2015 finden renommierte Interpreten wie junge, aufstrebende Ensembles, vorwiegend aus der österreichischen Musikszene, mit fein komponierten Programmen, neuen Stücken und überraschenden Besetzungen im Strudengau erneut ihr Podium. Mit Opernraritäten von großen Meistern der Musikgeschichte begeisterten die donauFESTWOCHEN schon mehrmals in ihrer 20-jährigen Geschichte: 2015 steht auf Schloss Greinburg Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die verstellte Gärtnerin“ am Spielplan, die Premiere findet am 8. August statt. Die durch den Komponisten eigenhändig mitgestaltete, deutsche Bearbeitung seines Dramma giocoso „La finta giardiniera“ kam 1780 in Augsburg zur Uraufführung. Südkoreanerin führt erstmals in Grein Regie Ausschlaggebend hierfür war Mozarts Begegnung mit Johann Heinrich Böhm, dem für deutschsprachige Opern gefeierten Theaterdirektor in Brünn und Ideengeber für das von Joseph II. initiierte „Deutsche National-Singspiel“. Diese bestechende Fassung ist nun erstmals seit über 200 Jahren in Österreich auf der Opernbühne zu erleben. Als funkenschlagender Mozart-Interpret hat sich das L“Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg mit seinen CD-Einspielungen international einen Namen gemacht. L“Orfeo wagt sich nun gemeinsam mit einem siebenköpfigen, spielfreudigen Sängerensemble in einen verschlungenen, von Mozart musikalisch eindrücklich gestalteten Irrgarten der Gefühle. Regie und Bühnenbild liegen bei dieser Produktion in den Händen von zwei Grein-Debütantinnen aus Berlin: Seollyeon Konwitschny und Dimana Lateva. Konzertreihe Alte Musik mit Kontrapunkten, Tanz und bildender Kunst Eröffnet wird das Festival für Alte Musik am 31. Juli mit Kontrapunkten vom Autor Ludwig Laher, dem „zeitgeschichtlichen Cicerone“ aus Oberösterreich, und dem Schwanthaler Trompetenconsort. Dieses stellt die facettenreiche Klangpracht der Natur-Trompete von intimen Soli bis zu höfischer Kammermusik im Verband mit historischen Klarinetten und Pauken vor. Über „Mozarts Salzburg“ und seine musikalische Vor- und Nachklänge geben zwei Konzerte Auskunft: Festliche Messklänge von W. A. Mozart und Johann Michael Haydn werden die Stiftskirche Waldhausen in der Interpretation von Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft und Salzburger Barockensemble erfüllen (2. August). Die frühbarocke Avantgarde am Hof der Salzburger Erzbischöfe gilt es mit dem Tenor Virgil Hartinger und dem Duo Delirio Amoroso in der Gießenbachmühle Sankt Nikola (15. August) zu entdecken. Die heute ungewöhnliche Besetzung mit Stimme, Harfe und Kontrabass verspricht dabei neue Hörerfahrungen mit überraschenden Klangfarben. Die gotische Pfarrkirche Bad Kreuzen ist ein idealer Ort zur Entfaltung der intimen und eindrücklichen Klangsprache der Vokalkunst: Ausgehend von Francesco Petrarcas Canzioniere lässt das Wiener Ensemble Arcantus geistliche und weltliche Madrigale aus Renaissance und Gegenwart zusammentreffen. Die Stiftskirche Baumgartenberg gibt Raum für den faszinierenden Dialog zwischen Viola da Gamba und Laute mit Literatur von Marin Marais bis in das 21. Jahrhundert. Mit der Gambistin Heidi Gröger und dem komponierenden Lautenisten Andreas Arend sind zwei international erfolgreiche, mehrfach ausgezeichnete Interpreten der jungen Generation aus Deutschland zu Gast (5. August). Flötistische Klangmalerei aus dem italienischen Frühbarock und virtuoser Zauber des Hochbarocks erwarten das Publikum mit der Austrian Baroque Company um Michael Oman in der Stiftkirche Ardagger (1. August). Als solistischer Höhepunkt im Programm setzt Hiro Kurosaki seine Reise in die visionäre Welt Johann Sebastian Bachs fort: Die „Sonaten und Partiten ohne begleitenden Bass“ zählen zu den beeindruckendsten Kompositionen der Musikgeschichte für Violine solo – faszinierende Mehrstimmigkeit auf einem einzigen Instrument in der stimmungsvollen Filialkirche Altenburg (7.August). Auftragskomposition an Irene Kepl Zum 20. Geburtstag der Festwochen als zukunftsweisender Wunsch formuliert, ein Jahr später in die Tat umgesetzt: Die donauFESTWOCHEN vergeben einen Kompositionsauftrag. Dieser erging an die vielseitige, in Linz geborene Geigerin und Komponistin Irene Kepl. Zum Festwochenfinale am 16. August kommt ihr neues Stück für Streichquartett im Strindbergmuseum zur Uraufführung. Tickets gibts ab sofort im Festwochenbüro (Tel. 07268/26857) oder auf: www.donau-festwochen.at

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