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Ohrenschmaus-Literaturpreis: Greiner Lebenshilfe-Poet Peter Gstöttmaier erneut ausgezeichnet

Markus Hochgatterer, 06.12.2018 08:46

GREIN. Mit einem Gedicht über seinen Abschied aus der Außengruppe der Lebenshilfe-Werkstätte Grein sicherte sich Peter Gstöttmaier beim Literaturwettbewerb Ohrenschmaus einen Platz auf der Ehrenliste. Es ist seine achte Auszeichnung in Folge beim Literaturpreis für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.
 

  1 / 2   Zum achten Mal in Folge wurde Peter Gstöttmaier beim Literaturpreis Ohrenschmaus ausgezeichnet. Foto: Stefan Teufelberger

„Jetzt is Zeit wos ondas moch. Geh freiwillig zruck eini in Korbflechterei. Dort hobi ongfongt. Is net so stork“, schreibt Peter Gstöttmaier in seinem prämierten Werk „Ih sog zum Abschied leise Servus!“. Es erzählt von seiner Entscheidung, nach 25 Jahren in der Außengruppe der Werkstätte Grein zurück zu einem körperlich weniger anstrengenden Arbeitsplatz der Lebenshilfe-Werkstätte zu wechseln. Zusammen mit seiner Schwester, seiner Assistentin, Werkstättenleiter Walter Edtbauer und zwei Kollegen aus der Werkstätte reiste Peter Gstöttmaier zur Preisverleihung des Literaturpreis Ohrenschmaus nach Wien und genoss die gut besuchte, stimmungsvolle Veranstaltung.

Neues Schreibtalent in Grein

Die Freude über die wiederholte Auszeichnung teilen auch Peter Gstöttmaiers Kollegen aus der Lebenshilfe-Werkstätte, allen voran Pelin Ovat. Sie hat gemeinsam mit Peter Gstöttmaier mehrmals eine Textwerkstatt besucht und will im nächsten Jahr ebenfalls beim Literaturpreis Ohrenschmaus einreichen. Ihr Debüt als Autorin wird sie ihm Rahmen des Kulturfestivals sicht:wechsel feiern.

Zur Person

Peter Gstöttmaier ist seit Geburt an intellektuell beeinträchtigt. Seit dem 16. März 1981 arbeitet er in der damals neu eröffneten Werkstätte Grein der Lebenshilfe Oberösterreich. Dort flocht er anfänglich Körbe in der Flechtgruppe, bevor er eine Außengruppe anregte, bei der er noch heute mitarbeitet und für Sauberkeit in der Gemeinde Grein sorgt. Im März 2004 zog Peter Gstöttmaier von zu Hause aus und in die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe ein – ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Dank seines starken Willens und mit der Unterstützung seiner Betreuer wohnt Peter Gstöttmaier seit November 2010 alleine, „söbständi“, und wird mobil betreut. Mit Hilfe seiner Schwester Heidemarie Pölzguter schreibt er seit 2011 sein Leben sowie Geschichten und Gedichte nieder.  Quelle: Lebenshilfe Grein


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