Ehrenamt aus Liebe zum Menschen
BEZIRK PERG. Am 8. Mai war Weltrotkreuztag. Grund genug, um stellvertretend für die vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter vom Roten Kreuz im Bezirk Perg eine von ihnen etwas näher vorzustellen.

Melanie Schartmüller aus Grein engagiert sich seit Jahren „aus Liebe zum Menschen“ ehrenamtlich für das Rote Kreuz. Allein im letzten Jahr hat sie 1460 freiwillige Stunden im Rettungsdienst geleistet. Im Interview erzählt sie von den großen Herausforderungen bei ihrer Tätigkeit und wie sie für sich persönlich von dieser Arbeit profitiert.
TIPS: Welche ehrenamtliche Tätigkeit üben Sie aus?
Melanie Schartmüller: Seit 2012 bin ich ehrenamtliche Rettungssanitäterin beim Österreichischen Roten Kreuz. 2015 habe ich die Ausbildung zur Praxisanleiterin gemacht, das heißt, ich bilde mit einem super Team unsere neuen Praktikanten aus und bereite sie auf die Prüfung vor.
Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Für mich ist es ein großes Anliegen, dass geholfen wird wo man nur kann. Sich für Menschen einzusetzten - egal welcher Herkunft. Hierbei werden keine Unterschiede gemacht, denn jedes Leben ist wertvoll und jeder Mensch hat das Recht, dass ihm geholfen wird.
Warum haben Sie sich für diesen Arbeitsbereich entschieden?
Das Rote Kreuz ist eine tolle Organisation und eine große Gemeinschaft. Man lernt so viel Neues dazu, lernt viele neue Menschen kennen und man lernt viel über sich selbst. Die Tätigkeit, die ich hier ausüben darf, die Freundlichkeit, die einem entgegen gebracht wird und die Dankbarkeit der Menschen ist ein wertvolles Gut.
Sie haben im letzten Jahr 1460 freiwillige Stunden im Rettungsdienst geleistet - woher rührt dieses enorme Engagement.?
Ich war am Jahresende selbst überrascht, wie viele Stunden zusammen gekommen sind. Durch die Familie und die vielen Freunde, die ebenfalls beim Roten Kreuz tätig sind, wird jeder Dienst einzigartig und unsere Gemeinschaft ist einfach toll.
Was sind die großen Herausforderungen, die diese Arbeit mit sich bringt?
Man hat meist mit vielen Menschen zu tun, hat für jeden ein offenes Ohr und baut zu ihm eine gewisse Beziehung auf. Trotzdem sollte man sich nicht alles zu Herzen nehmen.
Was nehmen Sie für sich persönlich von dieser Arbeit mit?
Es ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Die Begegnung mit Menschen, das Gefühl, jemanden geholfen zu haben und die Gewissheit, eine begrenzte Zeit jemandem seine Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Wie Henry Dunant einst geschrieben hat: 'Das Werk ist gegründet. Ich war nur ein Werkzeug in der Hand Gottes. Nun ist es an den anderen, es weiter zu halten.' Ich bin eine von Tausenden, die diese wertvolle Arbeit macht und ich kann sagen, ich bin sehr stolz darauf, ein Mitglied dieser tollen Organisation zu sein.


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