"Die zwei Türme“: aussichtsreiches Projekt für die Stadt Grieskirchen
GRIESKIRCHEN. Gute Aussichten für die Stadt Grieskirchen: Noch heuer soll mit dem Bau von zwei Türmen beim Wasserschloss Parz begonnen werden, die den Eingang zum Schlossgarten unübersehbar markieren sollen. Der Herr der zwei Türme, die nicht bei jedem Gefallen finden: Georg Spiegelfeld.

17 Meter hoch sollen sie werden die beiden Türme beim Wasserschloss Parz. Als Einfamilienhäuser in reiner Holzbauweise konzipiert, soll jedes von ihnen über 100 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Geschossen und einem Studio in der Turmspitze verfügen. Im Gemeinderat wurde dem Projekt von Georg Spiegelfeld bereits mit überwiegender Mehrheit zugestimmt. Die Grünen zeigten sich skeptisch und stimmten nicht zu.
Von „Show-Architektur“ bis Bereicherung für die Stadt
Laut Bernhard Waldhör, Stadtrat der Grünen, sehe zeitgenössische Baukultur anders aus. „Wir sollten einer reinen Show-Architektur keinen Platz bieten“, erklärt Waldhör. Bürgermeisterin Maria Pachner (ÖVP) sieht in den beiden Türmen eine „weitere Bereicherung des Ortsteiles Parz. Sowohl die Fresken als auch die Galerie sowie die Veranstaltungssäle ziehen Menschen an, jetzt werden sich die Gäste auch für die neuen Türme interessieren“, meint Pachner. Die Gebäude sollen im Eingangsbereich zum Wasserschloss einerseits einen Abschluss des Schlossgartens und andererseits den Beginn der Fußwegverbindung von Parz in die Stadt Grieskirchen symbolisieren. „Die Verbindung kann meiner Meinung nach betont werden – in diesem Fall durch den Bau von zwei Holztürmen, die zum Ensemble passen“, so Pachner. Für Waldhör jedoch sei noch nicht geklärt, wie mit Problemen mit der neuen Parkplatzsituaion umgegangen werden soll, wenn ein neuer Eingang zum Wasserschloss signalisiert wird.
Neue Siedlung geplant
Neben den Türmen soll zusätzlich eine neue Siedlung mit 50 Einfamilienhäusern geschaffen werden. Auch dieser Umstand sorgt bei den Grünen für keine überschwängliche Freude, die dem Bebauungsplan nicht zugestimmt haben. „Wir sind der Meinung, dass an so einer heiklen Stelle im Nahbereich des Schlosses und in absoluter Stadtnähe keine Einfamilienhaus-Siedlung entstehen sollte, sondern eine wesentlich dichtere Bebauung stattfinden sollte. Dichte heißt aber in diesem Sinne nicht, dass dort nur „Hochhäuser“ entstehen, sondern dass ein Mix an verschiedenen Verdichtungsformen entstehen kann“, meint der Grüne.
Neue Bedeutung für Ortsteil
Der Gründervater des Projekts Georg Spiegelfeld will mit den Holztürmen dem Ortsteil Parz eine neue Bedeutung geben. „Es wird ein positiver Touch für das Eck dort werden und ein guter Zugangspunkt für Menschen, die zum Schloss wollen“, meint Spiegelfeld. Die Türme sollen seiner Meinung nach Interesse wecken und die Menschen so zum Schloss lotsen. Zudem sei für ihn der Standort der Türme und der damit verbundene Zugang zum Schloss und in weiterer Folge in die Stadt die attraktivere Seite um zum Wasserschloss zu gelangen. Mit dem Bau der Türme könnte noch heuer begonnen werden. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt drei Monate. „Es is höchste Zeit, dass Grieskirchen wächst“, so Spiegelfeld abschließend.
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