Geplante Kreuzung löst hitzige Diskussionen im Grieskirchner Gemeinderat aus
GRIESKIRCHEN. Während im Grieskirchner Gemeinderat großteils Einigkeit herrscht, führte dennoch ein Punkt in der jüngsten Sitzung zu hitzigen Diskussionen.

Die Kreuzung Johannesstraße/Industriestraße soll im Zuge des Ausbaus des ÖAMTC an der B137 neu gestaltet werden. Die Einfahrt in Richtung Fröling soll verlegt werden, eine T-Kreuzung entstehen. Die Grüne Fraktion merkte in der Sitzung an, keine Verbesserung für Fußgänger oder Radfahrer zu sehen und wollte eine Vertagung erwirken, um die Thematik noch einmal gründlicher begutachten zu können, obwohl das Thema im Stadtrat sowie Verkehrausschuss einstimmig beschlossen wurde.
Vorwurf: Paktuntreue
Unverständlich ist diese Vorgehensweise für Maria Pachner (ÖVP), die den Grünen Paktuntreue vorwirft und sich verärgert zeigt. Das Thema sei zwei Mal im Stadtrat sowie im Verkehrausschuss diskutiert worden. Deshalb sei für sie unverständlich, dass im Gemeinderat von Seiten der Grünen plötzlich wieder Bedenken aufkommen. Man wolle sich kein Denkverbot auferlegen lassen, dürfe auch anderer Meinung sein, hieß es wiederum von den Grünen. „Von unserer Seite wurde darauf hingewiesen, dass wir uns nicht grundsätzlich gegen diese Lösung aussprechen, jedoch noch keine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer in dem gefährlichen, weil unübersichtlichen Kreuzungsbereich erkennen konnten. Die vorgestellte Lösung bringt zwar eine Entkoppelung der Zufahrten zum Bahnhof bzw. Fröling, allerdings ist das leider nur Stückwerk, das die Gesamtsituation nur für den motorisierten Verkehr etwas verbessert“, erklären Klaus Aigner und Bernhard Waldhör (Grüne).
„Sehr wohl verkehrssicher“
Laut der Bürgermeisterin müsse man in diesem Fall jedoch nun endlich in die Gänge kommen. Ein Kreisverkehr wäre fein gewesen, konnte aber aufgrund diverser Gründe nicht realisiert werden, deshalb musste man sich für eine andere Variante entscheiden. Trotz Einwand der Grünen meint Pachner: „Diese Kreuzung wird sehr wohl verkehrssicher“. Das Thema wurde schließlich mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen der Grünen mehrheitlich beschlossen. Die Fertigstellung soll im Jahr 2020 erfolgen. Bezüglich Radweg will man laut Pachner an einer Gesamtlösung für die Stadt arbeiten.


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