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Standesamt: Weibern und Haag sagen „Nein“ - Umbau für Zentrale kostet 110.000 Euro

Sabrina Lang, 09.10.2019 08:50

BEZIRK GRIESKIRCHEN. Anfänglich wollten sich 15 Gemeinden „trauen“ und im Bezirk einen Standesamtverband gründen. Die Gemeinden Haag und Weibern haben ihre Zusage zurückgezogen. Gleichzeitig entsteht im Erdgeschoss der Bibliothek Grieskirchen (Zentrum 2010) die Zentrale des Verbandes. Kosten für den Umbau: 110.000 Euro.

Im Erdgeschoss der Bibliothek soll die Zentrale des Standesamtsverbandes eingerichtet werden. Foto: LangS

Zum Verband „Ja“ gesagt haben neben Grieskirchen, die Gemeinden Aistersheim, Hofkirchen, Kematen, Michaelnbach, Neumarkt, Pötting, Pollham, St. Georgen, St. Thomas, Tollet, Waizenkirchen und Wendling. Haag und Weibern haben ihren Beitritt zurückgezogen. In Weibern stimmte der Gemeinderat mehrheitlich gegen den Beitritt. Bürgermeister Manfred Roitinger (ÖVP), selbst ein Befürworter des Verbandes gibt als Gründe für das Nein des Gemeinderates unter anderem die gestiegenen Kosten an. Da immer wieder Gemeinden ihren Beitritt zum Verband zurückzogen, wäre eine Mitliedschaft für die einzelnen Gemeinden teurer geworden. Zudem wurde befürchtet, dass Personalstunden in der Gemeinde gestrichen werden könnten. In Haag schließt Vizebürgermeister Peter Dallinger (ÖVP) einen Beitritt in Zukunft nicht aus. Bisher sei man aber gut aufgestellt und habe noch genügend Ressourcen sowie gut ausgebildete Mitarbeiter.

Zentrale in Grieskirchen

Der offizielle Standort des Verbandes ist bereits fixiert. Dieser soll in der Stadt Grieskirchen, im Erdgeschoss des Zentrum 2010, eingerichtet werden. Dafür sind 110.000 Euro an Umbauarbeiten für die Infrastruktur, Raumteilungen, Einrichtungen oder EDV Kabeln nötig, wie Grieskirchens Bürgermeistern Maria Pachner (ÖVP) erklärt. Das Land bezahlt 90 Prozent.

Kaum Änderungen für Bürger

Insgesamt werden eine Vollzeitkraft und drei Teilzeitkräfte dort beschäftigt sein. Während zwei Arbeitsplätze im Zentrum 2010 unter anderem für den Parteienverkehr eingerichtet werden, werden Mitarbeiter im Rathaus Daten elektronisch nacherfassen. Für die Bevölkerung werde sich durch den Zusammenschluss kaum etwas ändern. Geburts-, Heirats-, und Sterbeurkunden können nach wie vor im jeweiligen Gemeindeamt abgeholt werden, auch Trauungen können weiterhin in der Heimatgemeinde stattfinden. Die Ermittlung der Ehefähigkeit müsse jedoch in der Zentrale erfolgen. Laut Gerlinde Glasner, der zukünftigen Leiterin des Verbandes, will man mit dem Zusammenschluss die Qualität verbessern. Gerade im Hinblick auf die umfassenden, gesetzlichen Rahmenbedingungen sei es von Vorteil, Kompetenzen zu bündeln.


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