So will ein Hartkirchner Müllsündern den Kampf ansagen
HARTKIRCHEN. Franz Sachsenhofer aus Hartkirchen „stinkt es gewaltig“. Er will illegalen Müllentsorgern in seiner Heimatgemeinde den Kampf ansagen.

Der 49-jährige Hartkirchner Franz Sachsenhofer ist LKW-Fahrer von Beruf und muss in seinem Arbeitsalltag miterleben wie Umweltsünder die Straßen als Mistkübel missbrauchen. Gemeinsam mit seinem Bruder Rudolf aus Pollham und dessen Familie startete er bei der Ortseinfahrt in Hartkirchen eine Plakataktion um mehr Bewusstsein gegen Müllsünden zu schaffen. Die private Initiative richtet sich gegen die sinn- und gedankenlose Umweltverschmutzung besonders durch PET-Flaschen und Aludosen, achtlos entlang der Straße aus Auto und LKW geworfen.
Pfandsystem gefordert
Wenn es nach dem Hartkirchner geht, soll damit endgültig Schluss sein: „Mich stinkt das gewaltig an, wir brauchen endlich einen Flaschenpfand“. Da auch Mülltrennung bei den öffentlichen Mistkübeln nicht möglich ist, fordern die Brüder Sachsenhofer ein Umdenken beim Lebensmittelhandel und den politischen Verantwortlichen und verweisen auf Deutschland und seine positiven Erfahrungen mit dem Pfandsystem. „Nur so könne man den Tonnen an Plastik Herr werden“, ist sich der Hartkirchner sicher.
„Es tut nicht weh“
Mit Nachdruck will er darauf aufmerksam machen, dass Umweltverschmutzung kein Kavaliersdelikt ist und für Pflanzen- sowie Tierwelt aber auch für den Menschen gefährlich sein kann. „Es tut nicht weh! Wir werfen nichts raus! Bist du auch dabei?“ steht auf den Transparenten geschrieben. Die Mitbürger sollen damit laut Sachsenhofer „wachgerüttelt“ werden. Denn es könne laut dem Hartkirchner einfach nicht sein, dass Menschen die Gemeinde zumüllen und vom Fernseher bis zum Sofa alles wild entsorgen. Im Laufe der Woche, bei Wanderungen und Spaziergängen kommen so bei Sachsenhofer einige Säcke an gesammelten Plastikmüll zusammen. So wird gleichzeitig auch die Straßenmeisterei unterstützt, die sonst die Straßen von Müll befreit. Mehrmals im Jahr wird auch eine Säuberungsaktion entlang des Aschach-Flusses durchgeführt. Dabei wird er tatkräftig von seiner Familie und seinen Freunden unterstützt. „Ich allein kann die Welt nicht retten, aber ich kann etwas dazu beitragen“, ist Sachsenhofers Devise.


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